African Challenge: Wie fanden Sie Ihre erste Saison in Frankfurt?
Leonard:  Das war eine schwierige Zeit für mich, diese Saison. Ich habe leider eine Verletzung gehabt, die mir nicht erlaubt hat, regelmäßig in der Mannschaft zu trainieren und zu spielen. Bedauerlicherweise habe ich wegen dieser Verletzung auch nicht so viele Möglichkeiten gehabt, mich in dem Team einzuleben.
African Challenge: Sie haben einen Muskelfaserriss im Leistenbereich gehabt und sich operieren lassen, so weit uns bekannt ist?
Leonard:  Ja, genau. Ich wurde vor 6 Wochen operiert, jetzt mache ich Rehabilitation und mir geht es Gott sei dank besser. Aber die Verletzung hat mein Spiel während der Saison beeinträchtigt.
African Challenge: Von sechs Spielen  die Sie in der letzten Saison mit Eintracht Frankfurt gespielt haben, haben Sie kein einziges Tor erzielt. Wie wird das ihrem Spitznamen „die Tormaschine“  gerecht?
Leonard:  Eigentlich habe ich nur zwei Spiele von Anfang an gespielt. Bei den anderen vier Spielen habe ich nur etwa die Letzen 15 Minute mitgespielt. Das tut mir sehr leid, da ich die Chance nicht ergriffen habe, Leistung zu zeigen. Die Bundesliga scheint mir auf jeden Fall auf einem höheren Niveau als der Fussball in der Slowakei.
African Challenge: Also, die Bilanz, die Sie aus der letzten Saison ziehen können, scheint nicht so positiv auszufallen?
Leonard: Â Leider ist das wahr.
African Challenge: Aber Ihr Trainer hat sich zuversichtlich gegenüber Ihren Spielerqualitäten gezeigt- er fand Sie besser als Mario Gomez oder Grafite?
Leonard:  Ja, aber das ist nur seine persönliche Meinung. Und übrigens ist momentan Werner Lorant nicht mein Trainer- er betreute mich, als ich für Dunajska Streda gespielt habe.
African Challenge: Was sind Ihre Hoffnungen für die nächste Saison, für Ihre  Zukunft?
Leonard:  Ich freue mich über diese zweite Chance in Deutschland zu spielen. Ich will in Deutschland weiterspielen und die Möglichkeiten nutzen. Beim ersten Sieg von Cottbus (3:1 gegen Augsburg) in dieser Saison habe ich leider nicht mitgespielt, da ich mich in der Rehabilitation befinde. Ich will bald fit werden, damit ich mich wieder völlig dem Spiel hingeben kann. Ich wünsche mir eine erfolgreiche Laufbahn in der Bundesliga.
African Challenge: Gibt es Konkurrenz bei Energie, wie stark ist sie?
Leonard:  In jedem Team gibt es Konkurrenz, das ist etwas ganz Normales. Es ist hart, am Ball zu bleiben, man muss viel arbeiten, um sein persönliches Niveau hochzuhalten und um die Erwartungen des Trainers zu erfüllen.
African Challenge: Sie kommen frisch aus Ihrem Urlaub. Waren Sie mit Ihrer Familie in Kamerun?
Leonard: Â Nein, ich bin eigentlich allein verreist und nicht in Kamerun gewesen, sondern in Wien. Dort habe ich mich mit einigen Freunden getroffen.
African Challenge: Wie sehen Sie die Erfolgschancen der kamerunischen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft?
Leonard: Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie es alles dort läuft. Aber ich würde wagen zu behaupten, dass sie ganz genau wissen, was sie machen.
African Challenge: Glauben Sie, dass sich das Team mit dem neuen Trainer Paul Le Guen für die Meisterschaft qualifizieren kann?
Leonard: Sie sind auf einem guten Weg dafür, das Spiel gegen Österreich (2:0) zeigt es.
African Challenge: Sehen Sie sich als Spieler in dem Nationalteam?
Leonard: Das ist die Hoffnung jeden Fußballers. Ich werde viel arbeiten, um eine Chance zu bekommen. Kamerun hat viel Potential und ich würde mich freuen, meinem Land dabei zu helfen.





