Gabun ist der Gastgeber des 28. African Cup of Nations im Jahr 2012. Das Turnier wird zusammen mit dem Nachbarstaat Äquatorialguinea ausgerichtet. Für den Fall, dass eines der Länder politisch instabil werden sollte, fungiert Nigeria als Ersatz. In der Bewerbung schieden damals Mosambik, Namibia, Simbabwe und der Senegal aus.
Die „Panthères du Gabon“ bestritten ihr erstes Länderspiel im Jahr 1960 gegen das damalige Obervolta. Das Spiel ging mit 5:4 verloren. Der Fußballverband Gabuns gründete sich erst 1962 und wurde 1966 Mitglied der FIFA. Der höchste Sieg gelang der Nationalmannschaft im April 1995 als die Mannschaft aus dem Benin mit 7:0 nach Hause geschickt wurde. Gegenwärtig spielen die Stars der Mannschaft in Frankreich. Mit einer Ausnahme: Stürmerstar Daniel Cousin spielt beim englischen Erstligisten Hull City. Seine Familie zog von Libreville nach Frankreich, da war Daniel drei Jahre alt. Seitdem hat er eine große Leidenschaft: Das Fußballspielen. Im Jahr 2000 wurde er als Profi bei Le Mans unter Vertrag genommen und 2007 gelang ihm für ein Jahr der Sprung zum schottischen Traditionsverein Glasgow Rangers.
Wenige Tage nach seiner Wahl zum Präsidenten des Fussballverbandes von Gabun äußerte sich Placide Engandzas im März 2009 gegenüber der FIFA wie folgt zu der Bedeutung des Fußballs in seinem Land: „Unser Fußball ist derzeit noch eine Art Baustelle. Immerhin belegen wir in der afrikanischen Rangliste mittlerweile schon Platz elf. [...] Die Schaffung einer geeigneten Organisations- und Infrastruktur sowie die zielgerichtete Ausbildung der Verbandsfunktionäre haben unseren Fußball weiter vorangebracht. Allerdings ist diese progressive Entwicklung noch nicht an ihrem Ende angelangt. Denn wir wollen an die Spitze, und das werden wir auch schaffen.“ Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Südafrika konnte sich Gabun nicht sichern. Die Gruppenspiele gegen Kamerun, Marokko und Togo waren einfach zu schwere Brocken und am Ende scheiterte man im letzten Gruppenspiel gegen Togo. Doch die Teilnahme am African Cup of Nations ist für das kleine zentralwestafrikanische Land auch ein großer Erfolg.





