Nigeria hat den Afrika Cup bereits zweimal gewonnen, allerdings liegen diese Siege schon einige Jahre zurück. 2009 zeigten sie sich wieder nicht besonders überzeugend. Dafür hat es dieses Mal wieder mit der WM-Qualifikation geklappt, und die Super Eagles haben sich als Gruppenerster die Reise nach Südafrika gesichert. Vielleicht bringt dieser Erfolg neuen Schwung ins Team von Trainer Shaibu Amodu und lässt die Nigerianer mit Vorfreude auf die WM in den Nationen-Pokal gehen.

In Angola können die Adler auf viele junge Talente wie Chelseas John Obi Mikel, Marseilles Taye Taiwo oder Wolfsburgs Obafemi Martins zurückgreifen. Letzterer ist mit seinen 24 Jahren in seinem Land bereits ein Held. Der Stürmer, den seine Schnelligkeit und Durchsetzungskraft auszeichnen, sorgte mit seinem Doppeltreffer gegen Kenia für die WM-Teilnahme und war in der Vergangenheit sowohl in der italienischen Serie A als auch in der englischen Premier League erfolgreich. Die „jungen Wilden“ ergänzen die erfahreneren Spieler Nwankwo Kanu und Joseph Yobo. Dennoch klafft eine Lücke im Team der Adler. Für den langjährigen Spielmacher ‚Jay-Jay‘ Okocha wurde noch kein ebenbürtiger Nachfolger gefunden, obwohl das Potenzial an talentierten Spielern im bevölkerungsreichsten Land Afrikas eigentlich enorm ist.

In Gruppe C erwarten das nach FIFA-Weltrangliste drittbeste afrikanische Team (Stand November 2009) Ägypten, Mosambik und Benin. Letztere schafften es beim Afrika Cup noch nie über die Vorrunde hinaus. Ägypten hingegen ist ein harter Konkurrent. Sechsmal gewannen sie den Cup bereits – so oft wie kein anderes Team. Für die WM konnten sie sich jedoch nicht qualifizieren, vielleicht nimmt ihnen das den Wind aus den Segeln und eröffnet Nigeria Chancen sich durchzusetzen. Einige Experten prophezeien den Super Eagles sogar, einmal der erste afrikanische WM-Sieger zu werden. Zumindest stellt es schon jetzt eine feste Größe im afrikanischen Fußball dar und man muss die Adler immer auf der Rechnung haben.

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