Wird Angola zum Zentrum für Kommunikation?

Wird Angola zum Zentrum für Kommunikation?

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Angola Cables verlegt Unterseekabel bis Brasilien. Eine neue Route für den Internetverkehr, von dem beide Kontinente – Afrika und Südamerika – profitieren werden.

Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten. Ab Mitte 2018 startet die Verlegung des ersten direkten Untersee-Kabelnetzsystem zwischen Afrika und Südamerika. Das Glasfaserkabel wird eine Kapazität von 40 Terabyte pro Stunde (5.120 Gigabyte pro Sekunde) haben und auf einer Länge von 6.165 Kilometern, die Städte Sangano in Angola und Fortaleza in Brasilien verbinden.

Das Projekt mit dem Namen South Atlantic Cable System (SACS) geht auf eine Initiative des Ministeriums für Telekommunikation und Technologie von Angola zurück. Es wird erwartet, dass das neue Netzwerk die Kommunikationkosten zwischen den Amerikas und Afrika deutlich senken wird. Die Verlegung wird zunächst durch das japanischen Unternehmen NEC koordiniert, soll aber später von Angola Cables übernommen werden.

Das SACS wird an das Monet-Kabelnetzsystem, das die Vereinigten Staaten mit Brasilien verbindet, und an das westafrikanische Kabelnetzsystem, West Africa Cable System (WACS), angeschlossen sein. SACS wird in Zukunft das einzige Kabelnetzwerk zwischen Amerika und Afrika sein. Das WACS verbindet schon jetzt 14 Länder, von denen 12 an der Westküste Afrikas liegen (darunter auch Kap Verde und die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln) sowie Portugal und Großbritannien. „Das SACS wird im Rahmen unserer globalen Vernetzungsstrategie die erste direkte Hochgeschwindigkeitsverbindung im südlichen Transatlantik-Datenverkehr sein“, sagte Antonio Nunes, Geschäftsführer von Angola Cables. Angola wird durch dieses Projekt das erste Land mit einem Unterseekabel zwischen Afrika und Südamerika sein. Es wird erwartet, dass sich Angola zu einem Zentrum für Telekommunikation in Afrika entwickelt. SACS wird nämlich eine neue Route für den Internetverkehr aufbauen, wovon auch andere Länder, die mit WACS verbunden sind, profitieren sollen.

Marlene Weiss

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