Chia aus Afrika auf dem Vormarsch

Chia aus Afrika auf dem Vormarsch

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Die beliebten Chia-Samen erlebten in den letzten Jahren einen starken Aufschwung. Das nahrhafte "Superfood" aus Zentralamerika wird inzwischen auch auf dem afrikanischen Kontinent vermehrt angebaut.

Ob als Pudding, in Smoothies oder im Brot verbacken: in den letzten Jahren waren die Chia-Samen besonders in Europa und in den USA sehr beliebt. Das „Superfood“, das hauptsächlich aus seiner Heimat Süd- und Zentralamerika importiert wird, ist für seinen hohen Nährwert bekannt. Doch inzwischen gibt es auch immer mehr afrikanische Exporteure, wie Ägypten, Äthiopien und Uganda. Die Agrarwissenschaftlerin Simone Graeff-Hönninger von der Universität Hohenheim erklärt diese Tendenz mit dem idealen Klima, das man dort vorfindet: warme Temperaturen, weniger als zwölf Stunden Tageslicht und zwei Regensaisons erlauben zwei Ernten pro Jahr.

In Deutschland kam es so zu deutlich mehr Chia-Importen; der Umsatz der proteinhaltigen Samen stieg dieses Jahr auf 23,6 Millionen Euro, 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Süd- und Zentralamerika bleiben zwar weltweite Hauptexporteure, haben jetzt aber mit einer deutlich größeren Konkurrenz zu tun als noch vor wenigen Jahren. Auch in Deutschland versuchen Wissenschaftler_innen der Universität Hohenheim, das gesunde Nahrungsmittel anzubauen. Die klimatischen Bedingungen sind hier allerdings etwas weniger günstig als in afrikanischen Ländern.

 

Paula Rolshoven

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