Ein Blick hinter die Fassaden des Kongo-Kriegs + Freikartenverlosung

Ein Blick hinter die Fassaden des Kongo-Kriegs + Freikartenverlosung

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Wo die Justiz versagt, versucht die Kunst eines der schlimmsten Verbrechen der Gegenwart aufzuklären. Am 16. November 2017 kommt "Das Kongo-Tribunal" in die Kinos.

Foto: Real Fiction Filmverleih

Stellen Sie sich vor, der dritte Weltkrieg hat bereits stattgefunden und niemand wird dafür belangt! Der Krieg in der Demokratischen Republik Kongo hat in all seinen Facetten längst die Ausmaße eines Weltkrieges erreicht. Beruht der Konflikt doch vor allem auch auf den internationalen Interessen an den reichen Ressourcen des Landes. Wo die Justiz versagt, tritt die Kunst an ihre Stelle und hat einen Dialog geschaffen, der bis heute beispiellos ist.

Foto: Real Fiction Filmverleih
Foto: Real Fiction Filmverleih

„Das Kongo Tribunal“ durchleuchtet anhand eines Tribunals vor Ort im Ostkongo und in Berlin die Gründe und Hintergründe für den seit bald 20 Jahren andauernden Krieg im Gebiet der Großen Seen. Dabei entsteht ein menschlich erschütterndes, analytisch tiefgründiges Tableauder neokolonialen Weltordnung.

Der dokumentarische Film „Das Kongo Tribunal“, der am 16. November 2017 in die deutschen Kinos kommt, versammelte die zentralen Akteure und Analytiker des Kongokriegs in Bukavu – der Provinzhauptstadt der vom Krieg am direktesten betroffenen Provinz Süd-Kivu – und wenig später in Berlin, zu einem großen zivilen Volkstribunal, das als Reaktion auf die Passivität der Internationalen Gemeinschaft der jahrzehntelangen Straflosigkeit in der Region entgegenwirken sollte. Längst geht es nicht mehr um ethnische Gegensätze, sondern vor allem um die Kontrolle über Rohstoffe. Die Toten gehen in die Millionen, die Täter bleiben straffrei. Unter großem Zuspruch der regionalen Bevölkerung entstand ein einzigartiges künstlerisches Großereignis. Inszeniert und doch hyperreal und politisch höchst relevant. Mehr als hundert Journalisten aus der ganzen Welt nahmen an den Tribunalen in Ostafrika und Europa Teil, um über das „größenwahnsinnigste Kunstprojekt unserer Zeit“, wie Radio France Internationale das Projekt bezeichnete, zu berichten.

Foto: Real Fiction Filmverleih
Foto: Real Fiction Filmverleih

Der Dokumentarfilm „Das Kongo Tribunal“ läßt die Ereignisse und Verhandlungstage dieses spektakulären Projektes auf der großen Leinwand lebendig werden. Die Anhörungen in Bukavu und Berlin wurden zeitgleich mit sieben Kameras aufgezeichnet, im Vorfeld der Tribunale führten mehrere Recherchereisen und Drehphasen das Filmteam zu den zentralen Schauplätzen des Konflikts mitten im Bürgerkriegsgebiet, in entlegene Dörfer und unzugängliche Minenareale. Man lernt die Menschen und ihre Geschichten kennen: Opfer und Täter_innen, Regierung und Opposition, Militärs und Rebell_innen, Menschenrechtsaktivist_innen, lokale Bergleute und Vertreter_innen multinationaler Minenkonzerne. Der Film zeichnet mittels eindringlicher Untersuchungen ein unverschleiertes Porträt dieses gewaltigen Wirtschaftskriegs – seiner ökonomischen und politischen Ursachen genauso wie seines konkreten Gesichts vor Ort. Ein Film über einen Konflikt globalen Ausmaßes, in dem es nicht um Sieg oder Niederlage geht, sondern um die Frage, was uns der Reichtum des globalen Nordens eigentlich wert ist und wie lange er noch bereit sein wird, an diesem „gut gemeinten Genozid“ teilzunehmen.

Zum Kinostart verlost LoNam in Kooperation mit Real Fiction Filmverleih 3×2 Freikarten für die Vorführung von das „Das Kongo Tribunal“ in deutschen Kinos. – Um teilzunehmen sendet einfach bis zum 15. November 2017, 12 Uhr eine kurze Mail mit dem Kennwort „Das Kongo Tribunal“, Eurem Namen sowie Versandanschrift per E-Mail an leser(at)lonam.de! Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.