Fanglizenzen für Senegal nicht verlängert

Fanglizenzen für Senegal nicht verlängert

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Eine gesetzliche Veränderung für den Fischfang in mauretanischen Gewässern soll Einheimischen mehr Arbeitsplätze bieten. Senegalesische Angestellte haben das Nachsehen.

Die Gewässer vor der mauretanischen Küste sind heiß umkämpft, tausende Tonnen Sardinen und Seehecht ziehen die Fischer hier jedes Jahr aus dem Wasser. Für viele der senegalesischen Fischer wird die Saison 2016 aber wohl die letzte gewesen sein. Das zuständige mauretanische Ministerium verabschiedete im letzten Jahr eine Gesetzesänderung, die Fischfanglizenzen künftig nur noch für eigene Staatsangehörige auszuschreiben. Fischer anderer Nationalitäten haben das Nachsehen. Nany Uld Chruga, Minister für maritime Wirtschaft räumte ausländischen Betreibern eine Frist bis Februar 2017, um ihnen die Anpassung an die neue Situation zu erleichtern. 400 Fanglizenzen gingen zuletzt noch an Dakar, werden jedoch 2017 nicht verlängert.

Vor dem Inkrafttreten der Gesetzesänderung waren viele der beschäftigten Arbeiter senegalesischer Herkunft. Die meisten wurden bereits entlassen um Arbeitsplätze für Mauretanier_innen zu schaffen. Der Minister für Fischerei und maritime Wirtschaft forderte eine „rigorose Umsetzung“ des neuen Abkommen. Diesbezüglich lehnte er den Antrag Senegals Fanglizenzen doch noch zu verlängern ab. Die Fischerei repräsentiert eine der Haupteinnahmequellen der mauretanischen Wirtschaft. Der Konkurrenzdruck an den Küsten Westafrikas, die Angst um die eigene Existenz und verschärfte Qualitätsbestimmungen der EU, dem größten Absatzmarkt, verleiten immer öfter zu Spannungen. Erst im Januar 2017 schossen Offiziere der mauretanischen Küstenwache auf drei senegalesische Fischer und verwundet diese schwer. Sie hatten illegal in mauretanischen Gewässern gefischt.

Jana Hansen

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