Honig für die Ohren: Jazzlegende zu Gast in Berlin

Honig für die Ohren: Jazzlegende zu Gast in Berlin

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Zum zehnten Mal veranstaltete das Berliner Haus der Kulturen der Welt vom 21. Juli bis 13. August das Wassermusik Festival. Zu diesem Ereignis war unter anderem die südafrikanische Jazzlegende Abdullah Ibrahim live zu erleben: ein purer Hörgenuss.

© promo

Unglaublich sanft werden wir in ein wahrhaftiges Jazz-Erlebnis eingetaucht: Abdullah Ibrahim und sein Septett Ekaya öffnen die Herzen ihres Publikums. Auf der Terasse des Hauses der Kulturen der Welt (HKW) in Berlin glaubt man sich auf einer eineinhalbstündigen Jam-Session vom Feinsten. Kein Wunder bei so viel Erfahrung: Abdullah Ibrahim, als Adolph Johannes Brand in Kapstadt geboren, ist inzwischen 82 Jahre alt. Schon mit 15 Jahren wurde er zum professionellen Musiker und schuf sich zunächst unter dem Namen Brand Dollar einen Ruf. Seine ruhige und gleichzeitig positiv aufwühlende Musik stellt einen angenehmen Kontrast zur Vorband Idris Ackamoor & The Pyramids dar, die mit einem ausgelassenen funky Groove und bunten Kostümen ebenfalls überzeugten.

Dieses Jahr wurde Abdullah Ibrahim mit der German Jazz Trophy ausgezeichnet: die Jury bezeichnete ihn als einen der „wichtigsten Pianisten und Komponisten des Jazz, die nicht aus dem Heimatland des Jazz (den USA) stammen.“. Über 50 Alben machten den Südafrikaner zur Legende. Darüber hinaus wirkte er bei der Gründung verschiedener Bands mit, darunter die Jazz Epistles in den Sechzigern, die als hochpoltische Jazzband im damaligen Apartheid-Südafrika bekannt wurde. Das siebenköpfige Ensemble Ekaya folgte 1983.

Die Auftritte von Abdullah Ibrahim & Ekaya und Idris Ackamoor & The Pyramids auf dem Wassermusik Festival des HKW erinnern daran, dass die ganze Welt in der Musik vernetzt ist. Das Festival gibt es seit 2008 jeden Sommer und bietet neben verschiedenster Konzerte auch Filmabende, Gespräche, Modenschauen oder Ausstellungen: für jeden Geschmack etwas dabei!

Paula Rolshoven

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