Kinofilm „Die Wunde“ spielt mit Tabus

Kinofilm „Die Wunde“ spielt mit Tabus

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Spielfilmdebut verknüpft Ukwaluka-Beschneidungsritus mit schwuler Liebesgeschichte. Ein einzigartiger Film ab dem 14. September 2017 im Kino.

diewunde300Eastern Cape in Südafrika. Xolani, ein stiller Fabrikarbeiter, reist in ein abgelegenes Camp in den Bergen, um als Mentor an einem uralten Beschneidungsritual der Xhosa teilzunehmen. Dabei soll er sich vor allem um Kwanda kümmern, einen rebellischen Teenager aus Johannesburg. Während Kwanda in einer Hütte auf die Heilung seiner Wunde wartet, trifft Xolani heimlich seinen alten Freund Vija wieder, einen verheirateten Mann, den er nur einmal im Jahr, am Rande des Rituals sieht. Wie immer haben die beiden wilden Sex, doch diesmal gesteht Xolani dem Freund auch seine Liebe. Als Kwanda, der selbst schwul ist, hinter das Geheimnis seiner Mentoren kommt, steht Xolani vor einer folgen­schweren Entscheidung.

Bereits in seinem preisgekrönten Kurzfilm „Die Ziege“ (2014) widmete sich Regisseur John Trengove dem Ukwaluka-Beschneidungsritus seiner südafrikanischen Heimat. In seinem Spielfilmdebüt „Die Wunde“ bettet er darin die Geschichte einer schwulen Liebesbeziehung ein und bricht damit gleich zwei Tabus auf einmal: Bis heute wird in Teilen der südafrikanischen Gesellschaft weder über Ukwaluka noch über Homosexualität offen gesprochen.

Ab dem 14. September 2017 läuft „Die Wunde“, der seine Euopa-Premiere auf der diesjährigen Berlinale feierte, in den deutschen Kinos.

„Die Wunde“ wird in folgenen Kinos zu sehen sein:

Berlin: fsk Kino, Hackesche Höfe Kino, Mobile Kino, Kino Zukunft, Wolf, Xenon
Dresden: Kino im Dach
Erfurt: Kinoklub am Hirschlachufer
Düsseldorf: Bambi Filmstudio
Gauting: Kino Breitwand
Hamburg: Abaton
Köln: Filmpalette
Leipzig: Cineding, Schaubühne Lindenfels, Cinémathèque Leipzig
München: Arena Filmtheater
Nürnberg: Casablanca Filmtheater
Wiesbaden: Murnau Filmtheater

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