Dekoloniale Festival 2023 und Ausstellungseröffnung vom 14.- 17. September

Dekoloniale Festival 2023 und Ausstellungseröffnung vom 14.- 17. September

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Dekoloniale Festival in Charlottenburg-Wilmersdorf vom 14.-17. September 2023 ©Dekoloniale Berlin
Dekoloniale Festival in Charlottenburg-Wilmersdorf vom 14.-17. September 2023 ©Dekoloniale Berlin

Die Dekoloniale Berlin lädt dieses Wochenende zum Dekoloniale Festival ein. Den Auftakt bietet heute Abend (Donnerstag, 14. September) die Eröffnung der Ausstellung „Solidarisiert euch! Schwarzer Widerstand und globaler Antikolonialismus in Berlin, 1919-1933“ in der Villa Oppenheim. Diese kann bis zum 17. März 2024 kostenlos besucht werden.

Die Ausstellung thematisiert die politische Organisierung diasporischer Gemeinschaften sowie die Erfahrung und die Grenzen transnationaler Solidarität im Umfeld der Kommunistischen Internationale. In der vergleichsweise weltoffenen Hauptstadt der Weimarer Republik besaß diese ihr westeuropäisches Zentrum. Charlottenburg-Wilmersdorf war dabei der Bezirk, in dem die meisten Aktivist:innen und Exilant:innen zu finden waren.

Begleitet durch Musik werden Gespräche mit Nachfahr*innen der Aktivist*innen stattfinden.

Am Freitag, den 15. September präsentiert das Festival künstlerische Interventionen unter dem Titel „AGITP[R]OP!“ in einer eigenen Ausstellung im BHROX bauhaus reuse auf der Mittelinsel des Ernst-Reuter-Platzes. Die Kunstwerke der Künstler*innen Jere Ikongio, Bunga Siagian und Bianca Xunise behandeln drei Schwerpunkte historischer Antikolonialpraktiken: Widerstand durch Konferenzen diskriminierter Gruppen in der Weimarer Republik, das afroasiatische Filmfestival 1964 in Jakarta und die Verknüpfung von Schwarzen mit feministischen Bewegungen.

Zudem wird den ganzen Tag ein international besetztes Diskursprogramm stattfinden, inspiriert von der historischen Bandung Konferenz 1955.

Am Abend des 15. September findet die Europapremiere der ersten namibischen Oper mit dem Titel „Chief Hijangua“ im Haus des Rundfunks statt, bei dem ein mehrsprachiger Dialog zwischen Namibia (Otjiherero) und Deutschland thematisiert wird. Näheres finden sie hier.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen des Dekoloniale Festival ist kostenlos mit Ausnahme der Opernpremiere von „Chief Hijangua“.

Das Dekoloniale Festival verdichtet und reflektiert in künstlerischen und diskursiven Beiträgen an vier Tagen die mit »Dekoloniale« verbundenen Themen von 2023. In diesem Jahr stehen dabei die westlichen Berliner Stadtteile Charlottenburg und Wilmersdorf im Fokus.

Das Programm sowie weitere informationen zu den Akteur*innen und Künstler*innen entnehmen sie bitte der Seite der Dekoloniale.

Die Texte stammen von der Dekoloniale Berlin,

mit Ergänzung von Michelle Sandfuchs

14. September 2023:

18:30 Uhr Ausstellungseröffnung

„Solidarisiert euch! Schwarzer Widerstand und globaler Antikolonialismus in Berlin, 1919-1933″

Villa Oppenheim: Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

Schlosstr. 55, 14059 Berlin

15. September 2023:

9:30-17:30 Uhr Diskursprogramm »Bandung Revis[it]ed«

ab 17:30 Uhr Ausstellungseröffnung »AGITP[R]OP!«

BHROX bauhaus reuse

Mittelinsel Ernst-Reuter-Platz, 10587 Berlin

19:30 Uhr Opernpremiere »Chief Hijangua«

Haus des Rundfunks

Masurenallee 8-14, 14057 Berlin

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