Kenia verbrennt demonstrativ Elfenbein

Kenia verbrennt demonstrativ Elfenbein

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Im Kampf gegen den Elfenbeinschmuggel verbrennt Kenia 105 Tonnen Stoßzähne von Elefanten im Nairobi-Nationalpark. Neben dem Elfenbein wurden 1,35 Tonnen Rhinozeros-Hörner niedergebrannt.

Foto: public domain

Kenias Präsident Uhuru Kenyatta setzt erneut ein Zeichen gegen Wilderei. Bereits im März 2015 wurden 15 Tonnen Elfenbein im Nairobi-Nationalpark in Brand gesetzt. 13 Monate später, am 30. April 2016, gingen erneut 16.000 Stoßzähne in Flammen auf. Rund 8.000 Elefanten starben hierfür, schätzen die Organisation Stop Ivory in Zusammenarbeit mit der kenianischen Naturschutzbehörde die Elfenbein- und Horn-Bestände.

„Niemand darf mit Elfenbein Geschäfte machen, niemand!“, verkündet Präsident Uhuru Kenyatta. Anlass bildete ein Gipfeltreffen zum Schutz der bedrohten Elefanten und Nashörner. Daran nahmen auch Gabuns Präsident Ali Bongo Ondimba sowie Ugandas Präsident Yoweri Museveni teil. Das jetzt vernichtete „weiße Gold“ hätte auf dem Schwarzmarkt einen Wert von rund 88 Millionen Euro, die zusätzlichen 1,35 Tonnen Rhinozeros-Hörner circa 70 Millionen Euro.

Der Handel mit Elfenbein ist in Kenia infolge des internationalen Washingtoner Artenschutzübereinkommen seit 1989 in Kenia verboten. Umstritten ist das Vorgehen der kenianischen Regierung dennoch. Kritische Äußerungen machen auf das verkleinerte Angebot aufmerksam, welches den Preis des Elfenbeins noch weiter steigern lassen könnte, was den Profit der Wilderer erhöhen könnte. Die Nachfrage besteht weiterhin. Asien, allem voran China, ist bis heute größter Abnehmer und verkauft Elfenbein, welches vor dem Verbot erbeutet wurde, weiter.

Präsident Kenyatta nimmt Stellung:“ Das Elfenbein gehört den Elefanten.“ Ein demonstratives Zeichen seitens Kenia, nicht mit der illegalen Tötung von Elefanten und Nashörner Geld verdienen zu wollen. Des Weiteren ist Präsident Kenyatta für ein völliges Verkaufsverbot von Elfenbein. Das grenzt Kenia von anderen afrikanischen Staaten ab, die durchaus von dem legalen, im kleineren Umfang vollführten Handel profitieren.

Bivien Papke