Chris Abani als Headliner für Berlins erstes afrikanisches Literaturfestival

Chris Abani als Headliner für Berlins erstes afrikanisches Literaturfestival

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Wie verarbeiten Schriftsteller_innen die eigene Migrationsgeschichte? Diese und andere Fragen stellen sich vom 26. bis 28. April 2018 zahlreiche Autor_innen beim afrikanischen Literaturfestival "Writing in Migration".

Lesefreunde können sich auf Autor Chris Abani freuen.

Die Veranstalter von InterKontinental des ersten afrikanischen Literaturfestival in Berlin „Writing in Migration“ bestätigen Chris Abani. Der Autor und Poet gilt als einer der einflussreichsten nigerianischen Künstler unserer Zeit. Er ist Teil einer neuen Generation von afrikanischen Schriftsteller_innen, die die Erfahrungen von Migration und Exil literarisch verarbeitet und im April erstmals im Rahmen eines 3-tägigen Festivals nach Berlin kommt.

Chris Abani hat bisher sechs Bücher veröffentlicht, darunter seinen ersten Roman, Masters of the Board (1985), noch als Teenager. Der Politthriller handelt von einem Militärputsch, was die mehrfache und teilweise jahrelange Inhaftierung des Autors zur Folge hatte. Trotzdem schrieb er weiter und verfasste u.a. regierungskritische Theaterstücke, die auf den Straßen im Regierungsviertel aufgeführt wurden. Abani wurde erneut verhaftet und schließlich zum Tode verurteilt. Durch die Bestechung der Gefängnisleitung konnte er fliehen und lebt, nach einigen Jahren in Großbritannien, heute in den USA im Exil.

Kuratiert von der deutsch-nigerianischen Autorin Olumide Popoola greift das Festival, das vom 26. bis 28. April 2018 im Babylon Mitte (Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin) stattfindet Themen der Transnationalität und Transkulturalität auf und widmet sich der Migration im Sinne des „In-Bewegung-Seins“.

Mit Hilfe der Fiktion, Poesie, in Vorträgen und auf Podiumsdiskussionen steht die afrikanische Lebensrealität im Fokus. Wie lebt und schreibt es sich, nach einem erzwungenen oder freiwilligen Schritt ins Ausland? Wie verarbeiten afrikanische Schriftsteller_innen konstante identitäre und räumliche Bewegung? Gibt es eine Verpflichtung gegenüber der Tradition, einer „afrikanischen Identität“ etwa? Man darf gespannt sein, was dieses neue Format im Frühjahr zu bieten hat. Neben Chris Abani wirken mit: Abdilatif Abdalla (KE), Ayọ̀bámi Adébáyọ̀ (NG), Leye Adenle (NG/UK), Lesley Nneka Arimah (UK/NG), Bibi Bakare (NG), A. Igoni Barrett (NG), Maroula Blades (DE/UK), JJ Bola (DRC/UK), Clementine Ewokolo Burnley (UGA/DE), Brian Chikwava (ZW/UK), Jude Dibia (NG/SWE), Bernardine Evaristo (GB), Linda Gabriel (ZW), Michael Götting (DE), Pumla Gqola (ZA), Helon Habila (US/NG), Jessica Horn (GHA), Henrietta Rose-Innes (ZA), Elnathan John (NG/DE), Sharmaine Lovegrove (GB), Nick Makoha (UGA), Jennifer Nansubuga Makumbi (UGA), Arlette-Louise Ndakoze (DE), Mukoma Wa Ngugi (KE), Sarah Ladipo Manyika (US/NG), Niq Mhlongo (ZA), Yewande Omotoso (ZA), Chinelo Okparanta (NG/US), Musa Okwonga (UK/UGA), Romeo Oriogun (NG), Yvonne Owuor (KE), Chika Unigwe (US/NG) Zukiswa Wanner (ZA).

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