DR Kongo: Ein wiederkehrendes Problem

DR Kongo: Ein wiederkehrendes Problem

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Zum zweiten Mal in diesem Jahr ist der Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo ausgebrochen. Eine Kooperation der Regierung, der WHO und verschiedener Partner ergreift eine Vielzahl an Maßnahmen.

Quelle: WHO

Am ersten August 2018 gab das Gesundheitsministerium der DR Kongo (MoH) einen erneuten Ausbruch des Ebola-Virus in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri , im Osten des Staates, bekannt. Seit Anfang Juli sind 104 Personen an den Folgen der Infektion verstorben. In aktuellen Berichten wird von 179 bestätigten Fällen gesprochen. Am fünfzehnten Oktober berief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Krisenausschuss ein. Dieser soll klären, inwiefern die Situation in der DR Kongo problematisch für angrenzende Staaten und die Weltgesundheit ist.

Aufgrund der steigenden Zahl an Neuinfektionen wurde ein Verbot ausgesprochen, das die private Beherbung von Erkrankten untersagt. Auch sollen medizinische Helfende in Zukunft von Polizeieskorten begleitet werden. Diese zwei Neuerungen sollen nun gesetzlich festgeschrieben werden, wie Jean Edmond Nyonyi Bwanakawa, Bürgermeister der Stadt Beni im Nordosten Kongos, in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur Reuters ankündigte.

Wenngleich die zwei Provinzen zu den bevölkerungsstärksten des Landes zählen und die politische Instabilität der letzten Jahren die Bekämpfung des Virus erschwert, hat die Regierung der Region, kooperierend mit der WHO und weiteren Partner_innen, bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen. Diese zielen darauf ab, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Um zielgerichtetes und effektives Handeln zu gewährleisten, wurden in den Krankenhäusern und Behandlungszentren die Kontrollen verschärft. Auch die bereits bekannten Fälle von Infizierten werden kontinuierlich vom MoH nachverfolgt. Des Weiteren wird am Ausbau der medizinischen Infrastruktur gearbeitet und zusätzliches therapeutisches Personal ausgebildet. Seit dem ersten registrierten Fall einer Ebola-Erkrankung, im Jahr 1976, kam es in der DR Kongo zu zehn weiteren Ausbrüchen. Somit hat das Land bereits einige Erfahrungen mit der erfolgreichen Bekämpfung des Virus gesammelt.

Annabella Backes

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