Germany Africa Business Forum wirbt für deutsche Investitionen

Germany Africa Business Forum wirbt für deutsche Investitionen

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Die deutsche Bundesregierung steht nicht zuletzt dank Deutschlands G20-Präsidentschaft vor einer Neuformulierung ihrer Afrikapolitik. Handelsbeziehungen mit Afrika sollen massiv verstärkt werden. Die deutsche Exportwirtschaft wird sich einem der stärksten Wachstumsmärkte mehr zuwenden.

Foto: Germany Africa Business Forum

Am 23. März findet im Berliner Adlon-Hotel das Germany Africa Business Forum (GABF) statt. Es ist die erste private Veranstaltungsreihe in Deutschland, die sich ausschließlich der Intensivierung der Wirtschafts- und Investitionsbeziehungen der Bundesrepublik mit dem afrikanischen Kontinent widmet.

„Afrika bietet enormes Geschäftspotenzial“, sagt der Bundestagsabgeordnete Charles Huber, der Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist. „Doch deutsche Unternehmen sind bei der Erschließung afrikanischer Märkte noch zu vorsichtig, um davon zu profitieren.“ Derzeit beläuft sich der deutsche Handel mit dem Kontinent auf lediglich 60 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Das GABF fühlt sich durch Initiativen der deutschen Bundesregierung sowie deutscher Unternehmen gestärkt, die derzeit ihr Engagement auf dem afrikanischen Kontinent erweitern: Im vergangenen Oktober besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel Mali, Niger und Äthiopien und bekräftigte, dass Afrika während der deutschen G20-Präsidentschaft 2017 als Zukunftskontinent eine große Rolle spielen werde.

„Afrika ist für deutsche Investitionen von mittelständischen Unternehmen bis hin zu deutschen Großkonzernen äußerst attraktiv“, so Huber, der ein Hauptredner des GABF ist, weiter. „Deutsche Mittelständler zeigen beispielsweise reges Interesse an Möglichkeiten, ihre Kompetenzen und Technologien auf dem Kontinent einzubringen. Deutschlands Dringlichkeit, neue Märkte zu erschließen, deckt sich zunehmend mit gesunden Wirtschaftsindikatoren in vielen afrikanischen Ländern, darunter eine stark wachsende Mittelschicht, erhöhte politische Stabilität und Afrika als aufstrebender Produktionsstandort. Was Afrika an deutschen Unternehmen schätzt, ist insbesondere deren Arbeitsethik, Präzision und Zuverlässigkeit.“

Im privaten Sektor verankert, bringt das GABF führende afrikanische Akteure mit deutschen Unternehmen, Politikern, Investoren und Innovatoren zusammen, um deutsche Unternehmen mit dem Kontinent vertrauter zu machen und ihre Investitionen zu erleichtern.

„Nigeria und Deutschland verfügen bereits über ausgeprägte Handelsbeziehungen, und beide Seiten sind bestrebt, diese noch zu erweitern“, so Okechukwu E. Enelamah, Minister für Industrie, Handel und Investitionen Nigerias, der auf dem GABF präsentieren wird. „Nigeria ist die größte Volkswirtschaft Afrikas, eine stabile Demokratie und weist ein unternehmerfreundliches Klima auf. Ob Bauwirtschaft, Fertigung oder Technologie: Deutsche Unternehmen spielen hier eine Schlüsselrolle in Sachen Innovation und Know-how, was für beide Seiten einen enormen Mehrwert bringt.“

Weitere Redner des GABF sind Gabriel Mbaga Obiang Lima, Minister für Minen- und Ölwirtschaft Äquatorialguineas, und Carole Kariuki, Geschäftsführerin der Kenia Private Sector Alliance.