Jährliches Gedenken

Jährliches Gedenken

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Circa 80 Menschen zogen am Samstag durch Berlin Mitte um auf koloniale Konuitäten, die Errichtung eines Denkmals und die Notwendigkeit zur Unbennung von Straßen, die die Namen von Kolonialverbrechern tragen, aufmerksam zu machen

Foto: AMZ

Circa 80 Menschen nahmen am Samstag, den 24. Februar 2018 am „12. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen/Schwarzen Opfer von Versklavung, Handel mit versklavten Menschen, Kolonialismus und rassistischer Gewalt“ teil.

Die Demonstrierenden zogen von der Wilhelmstraße, Richtung Mitte und schließlich vor das Humboldt Forum. Der Gedenkmarsch wurde vom Komitee für die Einrichtung eines afrikanischen Denkmals in Berlin (KADIB) organisiert.

Moctar Kamara, dem Koordinator des Komitees, zufolge, stellt der Gedenkmarsch auch eine Art Forum dar, bei dem die afrikanischen Communities bzw. Schwarze Menschen die Möglichkeiten haben Forderungen wie die Errichtung einer Gedenkstätte für die afrikanischen bzw. Schwarzen Opfer der Kolonialisierung und Versklavung sowie die Umbenennung von Straßen, die die Namen von Kolonialverbrechern tragen, zu stellen. Auch werden Themen wie rassistische (Polizei-) Gewalt und racial profiling benannt und adressiert.

Der Gedenkmarsch findet immer am letzten Samstag des Februars statt. Das Ende der Berliner Afrikakonferenz (Kongokonferenz), die vom November 1884 bis Februar 1885 stattfand, wurde als Datum für diesen Marsch ausgewählt. Die Veranstalter*innen zeigen dadurch dass die Situation afrikanischer bzw. Schwarzer Menschen heute, eine Auswirkung des Kolonialismus ist. Die Afrikakonferenz sei der Beginn des Leides der afrikanischen Völker, betonte Kamara.

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