Mosambik erklärt sich frei von Landminen

Mosambik erklärt sich frei von Landminen

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Über 20 Jahre nach Ende des Bürgerkrieges erklärte Mosambiks Außenminister Oldemiro Baloi sein Land am 17. September für minenfrei. Allerdings sind einige entlegende Landstriche noch nicht untersucht worden.

Mosambik gehörte neben Angola und Südsudan zu den am stärksten verminten Ländern Afrikas. Während des Unabhängigkeitskrieges (1964-1974) und dem folgenden Bürgerkrieg (1976-1992) wurden landesweit Millionen an Landminen und Streubomben verteilt. Sämtliche Konfliktparteien setzten Antipersonenminen ein. Ganze Landstriche aller zehn Provinzen und wichtige Infrastrukturbereiche waren somit betroffen.

Die hohe Kontamination hatte neben den vielen Verletzungs- und Todesfällen – nach dem offiziellen Ende des Krieges – auch weitreichende ökonomische und ökologische Auswirkungen. Zahlreiche Landstriche waren über Jahrzehnte nicht zugänglich.

Die Bergung der verseuchten Gebiete wurde mit dem Inkrafttreten des Ottawa-Abkommens 1999 durch viele internationale Organisationen unterstützt und ermöglicht. Neben der britischen Non-Profit-Organisation (NGO) Halo Trust war auch die belgische NGO Apopo beteiligt.

Apopo koorperiert seit 1999 mit der tansanischen Sokoine-University of Agriculture in Morogoro. In Tansania werden seitdem Riesenhamsterratten zum Aufspüren von Sprengstoff ausgebildet, die auch in Mosambik zum Einsatz kamen. Mit Hilfe der Ratten konnte innerhalb kürzester Zeit die am stärksten betroffene Provinz Gaza, im Süden des Landes, befreit werden.

 

Thomas Beutler