Africa Beyond 2015 – „Veränderungen nicht nur im Süden“

Africa Beyond 2015 – „Veränderungen nicht nur im Süden“

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Beim 15. Internationalen Wirtschaftsforum Afrikas in Berlin drehte sich fast alles um die Sustainable Development Goals (SDGs), die auf dem kommenden UN-Gipfel vom 25. bis 27. September 2015 in New York verabschiedet werden sollen. Neben zahlreichen Podiumsdiskussionen standen vor allem die Ehrengäste Horst Köhler, Kofi Annan und der ghanaische Präsident John Dramani Mahama mit ihren bewegenden Reden im Vordergrund.

Foto: Afrika Medien Zentrum/ Thomas Beutler

Das internationale afrikanische Wirtschaftsforum (International Economic Forum on Africa) ist die jährliche Zusammenkunft der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und der AU-Kommission mit Vertreter_innen aus Politik, Wirtschaft sowie zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen. Ausgehend vom Auslaufen der Millenium-Development Goals (MDG) 2015, standen die nachfolgenden Sustainable Development Goals (SDG) im Mittelpunkt zahlreicher Diskussionen.

Während Ghanas Präsident J.D. Mahama und Horst Köhler auf bewegende Art und Weise („Veränderungen nicht nur im Süden“ H. Köhler) zum verstärkten Dialog auf Augenhöhe aufriefen und einen humanistischeren Umgang mit kommenden Herausforderungen forderten, bezog der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan zum Klimawandel und dessen agrarwirtschaftlichen Auswirkungen Stellung. „Multinationale Agrarkonzerne müssen den Marktzugang öffnen“ so Annan.

Überraschenderweise bewies sogar Gerd Müller, Bundesminister für Entwicklung und Zusammenarbeit in seiner Begrüßungsansprache Format, indem er nicht nur Vorzeigeprojekte des eigenen Ministeriums hervorhob. Denn gleichzeitig nahm er auch die eigene Regierung und die EU durch die Forderung nach fairen Handelsbeziehungen („Unser Reichtum beruht auf den Ressourcen anderer Länder“) in die Verantwortung.

Mit dem UN-Gipfel vom 25. bis 27. September 2015 in New York werden erneut die Weichen für eine globale Veränderung gestellt. Diesmal geht es aber nicht nur um die sogenannten Entwicklungsländer. Die SDGs nehmen diesmal auch verstärkt die Industrienationen in die Verantwortung.

                                                                                                                                                                         Thomas Beutler

Foto: Thomas Beutler/ AMZ