Networking im Digitalen: die Vereine der Messe der Brückenbauer

Networking im Digitalen: die Vereine der Messe der Brückenbauer

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Bildquelle: EinDollarBrille e.V.
Bildquelle: EinDollarBrille e.V.

Das KENAKO Afrika-Festival feiert Eröffnung und vereint Organisationen, Vereine und Initiativen in der Messe der Brückenbauer.

Das KENAKO Afrika-Festival feierte am vergangenen Samstag mit der Messe der Brückenbauer seine Eröffnung. Die Messe versteht sich als Plattform für Organisationen, Vereine und Initiativen, die mit ihren Projekten in afrikanischen Ländern oder in der afrikanischen Diaspora in Deutschland aktiv sind.

Bei der Auswahl der Teilnehmenden wird besonders darauf geachtet, dass sie ein modernes Afrika-Engagement repräsentieren. Dieses sollte über reines Spendensammeln hinausgehen und stattdessen eine partnerschaftliche und ebenbürtige Arbeit vor Ort zum Ziel haben. Auch in diesem Jahr konnten somit besonders nachhaltige Ideen, die Menschen nicht nur unterstützen sondern auch empowern vorgestellt werden.

Hier möchten wir die Gelegenheit nutzen, einige der Vereine vorzustellen und Impressionen vom geselligen Austausch der Online-Veranstaltung zu teilen:

Wie Renate Eden von EinDollarBrille e.V. berichtet, stellt die Finanzierung einer Brille für viele Menschen auf der Welt ein großes Problem dar. Der Verein möchte dem entgegenwirken, indem er Menschen eine kostengünstige augenoptische Grundversorgung ermöglicht. Wie der Name bereits erahnen lässt, liegen die Materialkosten für eine Brille dabei bei rund einem Dollar.  In Afrika ist der Verein in Malawi, Burkina Faso, Kenia und Äthiopien vertreten.

Auf die verwunderten Fragen der anderen Teilnehmer, wie eine Brille so günstig produziert werden kann, hat Frau Eden eine einfache Antwort. In Deutschland seien Gläser eine kostspielige Angelegenheit, da sie genauestens auf die Sehstärke von Kund*innen angepasst werden. Für eine schnelle Hilfe sei dies allerdings nicht notwendig, was extreme Kosteneinsparungen möglich macht.

In einem anderen Bereich tätig ist der Verein Sources-d’Espoir e.V. Diese weltweit operierende Organisation ist vor allem im kamerunischen Naga Eboko vertreten und bietet dort Waisen eine Anlaufstelle, in der sie Unterstützung bei den Schulaufgaben und eine warme Mahlzeit erhalten. Zusätzlich betreibt der Verein eine Ausbildungsstätte in der Computerspezialist*innen, Friseur*innen und Schneider*innen ausgebildet werden. Auch werden Praktikant*innen und Freiwillige in die Projekte eingebunden, wodurch der Verein teilweise finanziert wird.

Sport Vision e.V. wiederrum richtet sein Angebot vor allem an Jugendliche in Deutschland mit Migrationsbiographie. Der Vereinsvertreter Albert Minlend berichtet, dass es viele jugendliche Migrant*innen gäbe, denen die Anbindung an Sportstätten und Freizeitaktivitäten fehlt. Der Verein hat sich zur Aufgabe gesetzt, dies zu ändern, um den Jugendlichen einen Ausgleich im Alltag und sportliche Betätigung zu ermöglichen.

Die Initiative wird mit großer Begeisterung aufgenommen und es wird die Wichtigkeit eines solchen Angebotes bekräftigt. Außerdem wollen Teilnehmende wissen, ob es bereits Kooperationen mit Vereinen in Berlin gibt. Herr Minlend berichtet, dass bisher nur eine Zusammenarbeit mit Trainern besteht. Allerdings leiten diese die Jugendlichen zusätzlich an Vereine weiter.

Die weiteren teilnehmenden Initiativen waren: Ubuntu Charity e.V. , FeeFee e.V. , Togo goes on e.V und Afrika Medien Zentrum e.V. .

Die Veranstaltung fand statt mit freundlicher Unterstützung durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit

Steffen Thomsen

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