Rückblick der olympischen Spiele – Burkina Faso schreibt Geschichte

Rückblick der olympischen Spiele – Burkina Faso schreibt Geschichte

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Quelle: Wikimedia Commons, by RuinDig

Die Olympischen Spiele 2021 in Tokio hatten am 08. August ihr großes Finale. Hier können Sie nachlesen, wie die Teilnehmenden aus den afrikanischen Ländern abgeschnitten haben.

Insgesamt nahmen 54 afrikanische Nationen an den Olympischen Spielen teil, wovon 13 das Treppchen erreichen konnten: Kenia, Uganda, Südafrika, Ägypten, Äthiopien, Tunesien, Marokko, Nigeria, Namibia, Botswana, Burkina Faso, Elfenbeinküste und Ghana.

Besonders in der Leichtathletik stachen afrikanische Länder hervor. 22 der insgesamt 37 Medaillen, wurden in Leichtathletik-Disziplinen geholt. Besonders stark dabei war Kenia: gleich fünf Goldmedaillen erzielten die Sportler*innen:

Emmanuel Kipkurui Korir im 800m Lauf der Männer – Eluid Kipchoge im Marathon der Männer – Faith Kipyegon im 1.500m Lauf der Frauen – und Peres Jepchirchir im Marathon der Frauen.

Auch Uganda und Äthiopien stachen mit je 4 Medaillen in der Leichtathletik hervor. Zweimal schafften es dabei die ugandischen Leichtathlet*innen auf das oberste Treppchen: Peruth Chemutai gewann den 3.000m Hindernislauf der Frauen und Joshua Cheptegei den 5.000m Lauf der Männer. Für Äthopien gewann Selemon Barega Gold im 1.0000m Lauf der Männer.

Hugues Fabrice Zango schrieb währenddessen Geschichte: Im Dreisprung gewann er die erste Medaille in der Geschichte seines Heimatlandes Burkina Faso.

Im Taekwondo konnten sich die Ägypter Hedaya Malak und Seif Eissa in ihrer Gewichtsklasse über Bronze freuen. Ruth Gbagbi gewann in der selbigen Disziplin eine Bronzemedaille für Côte d’Ivoire. Für Tunesien konnte Mahamed Khalil Jendoubi sogar die Silbermedaille gewinnen. Samuel Takyi gewann Bronze für Ghana in der Federklasse des Boxens. Im Wrestling konnte sich Nigeria für Blessing Oborududu über Silber in ihrer Gewichtsklasse freuen.

Beim Schwimmen gewann Ahmed Hafnaoui für Tunesien die Goldmedaille im 400m Freistiel. Für Südafrika konnte Tatjana Schoenmaker Gold im 200m Brustschwimmen der Frauen holen und sich zusätzlich dazu auch Silber im 100m Brustschwimmen sichern. Eine weitere Silbermedaille für das Land gewann Bianca Buitendag im Surfen.

Doch die olympischen Spiele verliefen nicht ohne Kontroversen. Zwei namibischen Läuferinnen, Christine Mboma und Beatrice Masilingi, wurde die Teilnahme an mehreren Rennen aufgrund ihrer natürlichen hohen Testosteron-Level verboten. Außerdem wurde eine extra für Afrohaar designte Schwimmkappe der Firma Soul Cap mit der Begründung verboten, sie würde sich nicht der natürlichen Kopfform anpassen. Doch nicht nur die Veranstalter*innen fielen mit diesen Aktionen negativ auf – Aufgrund rassistischer Beleidigungen wurde der deutsche Radsport-Direktor bis Ende des Jahres gesperrt. Auch beschuldigte der in Japan lebende senegalesische Musiker Latyr Sy die Organisatoren der Spiele ihn aufgrund seiner Hautfarbe aus der Eröffnungszeremonie gestrichen zu haben. Die Eröffnungszeremonie war zuvor stark umstrukturiert worden. Leider sind dies keine Einzelfälle: schon nach vergangenen Olympischen Spielen berichteten viele Sportler*innen von rassistischen Erfahrungen.

Text: Hannah Bruhn

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