Nigrische Diaspora in Deutschland

Nigrische Diaspora in Deutschland

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Unterstützung für das nigrische Volk. Ja für wahre Unabhängigkeit. Ja für unsere Würde.

Offener Brief an Abgeordnete des Deutsches Bundestages:

Seit dem 26. Juli 2023 leben Niger und die Nigerier in einer neuen Ära der Freiheit. Der Staatsstreich vom 26. Juli wird in der Tat als Befreiungsschlag empfunden. Sie fragen sich bestimmt:

Wie kann ein Volk, das nach Demokratie strebt, einen Militärputsch akzeptieren?

Warum haben die unmenschlichen und illegalen Sanktionen Frankreichs, der ECOWAS und anderer Organisationen ihre Ziele nicht erreicht?

Die französischen Behörden, insbesondere Präsident Macron und einige europäische Pressevertreter, stellen das gestürzte Regime als „legitim“, „demokratisch“, „mutig“ und als verlässlichen Partner der Europäischen Union und internationaler Institutionen dar.

Was denken die Nigrer über das gestürzte Regime?

In Wirklichkeit kam das gestürzte Regime 2011 nach Wahlen, die von Militärputschisten organisiert wurden, an die Macht und blieb dank aufeinanderfolgender Wahlen, die stark umstritten waren, gespickt mit skandalösem Betrug und Protesten der Bevölkerung, an der Macht. Die letzten Wahlen im Jahr 2021 waren die einzigen Wahlen in Niger begleitet mit blutigen Protesten. Seit fast 13 Jahren werden alle demokratischen Demonstrations-, Meinungs- und Meinungsfreiheiten systematisch missachtet. Meinungsführer, religiöse Führer, politische Führer, Journalisten und führende Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft werden inhaftiert, ausgeliefert oder sogar physisch eliminiert.

Dem gestürzten Regime gelang es, Niger und Nigerier zu spalten. Hungersnot und extreme Armut, Korruption, Vetternwirtschaft, Klientelismus, Straflosigkeit und Ethnozentrismus als Regierungssystem aufzubauen.

Der Staatsstreich vom 26. Juli 2023 war ein Staatsstreich der Hoffnung. Die Putschisten sind unsere Helden!

Abgesehen von der Gelegenheit, die der Staatsstreich bot, um Niger von den Diener*innen Frankreichs zu befreien, ergreifen die Nigerier diese Gelegenheit, um endlich eine echte Unabhängigkeit zu erlangen.

In den 60er Jahren, gewährte Frankreich seinen ehemaligen Kolonien die Unabhängigkeit unter Bedingungen und Vereinbarungen, die den Schutz seiner Interessen, die unbegrenzte Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und die Erhaltung der Bevölkerung in Armut garantierten.

  • Wussten Sie, dass die in Niger verwendete Währung Franc des colonies françaises d’Afrique, kurz FCFA, heißt? Es wird von der französischen Zentralbank ausgegeben, kann aber weder in Frankreich noch außerhalb der Gemeinschaft verwendet oder umgetauscht werden, geschweige denn in europäischen Ländern oder in den Vereinigten Staaten.
  • Wussten Sie, dass Niger verpflichtet ist, den Interessen französischer Unternehmen bei Aufträgen und Ausschreibungen Vorrang einzuräumen?
  • Wussten Sie, dass Niger trotz aller natürlichen Ressourcen immer noch auf dem letzten Platz des Weltentwicklungsindex steht?
  • Wussten Sie, dass 95 % des nigrischen Urans von Frankreich verwendet werden?
  • Wussten Sie, dass mehr als 85 % der Nigrer keinen Zugang zu Stromversorgung (Elektrizität) haben?
  • Wussten Sie, dass Frankreich ein Kilogramm Uran für 80 Cent aus Niger holt und zu 200 Euro pro Kilogramm an Deutschland und anderen Länder der Europäischen Union weiterverkauft?

Dies sind nur einige der Gründe, warum Frankreich unerbittlich gegen Niger und sein Volk vorgeht und um jeden Preis Waffengewalt anwenden will, um seinen „befreundeten Präsidenten“ wieder einzusetzen.

Das nigrische Volk sagt, genug ist genug!

Bewusstsein, Befreiung und Unabhängigkeit ist heute.

Es steht Frankreich nicht zu, gegen alle Konventionen der Vereinten Nationen und Wiens einem souveränen Land eine sogenannte Demokratie aufzuzwingen.

Deshalb laden wir Sie ein, sich von Lügen, falschen Illusionen und Frankreich zu distanzieren, denn das Land, Deutschland, das Sie vertreten, hat immer noch einen besonderen Platz, das Image eines freundlichen Landes und einer großen Demokratie.

Die Franzosen sind wie ein verwundeter Hai. Wenn Sie mit Haien schwimmen und einer von Ihnen anfängt zu bluten, müssen Sie aus dem Wasser. Das Frankreich in Afrika wirklich sehr blutet. Frankreich ist in seinen Beziehungen zu Niger sehr stark betroffen. Daher raten wir Ihnen, aus dem Wasser schnell zu steigen, sich von Frankreich klar und deutlich zu distanzieren, denn Sie wollen auf keinen Fall, dass das negative Gefühl, das sehr schlechte Gefühl, das die Menschen über Frankreich haben, nach Deutschland das unserer Meinung nach immer noch in einer sehr guten Position ist, um eine führende Rolle in den ausgezeichneten Beziehungen zu Niger zu spielen kann.

Solidarität Niger e.V.

Solidarität Niger e.V. wurde 2000 in Münster gegründet. Das Ziel des Vereins ist es, Solidarität, Einigkeit, Zusammenarbeit und Verantwortung unter den Nigerier*innen in Münster zu fördern. Sie organisieren auch Veranstaltungen, wie die Demonstration am Samstag, den 30. September in Berlin, um ein besseres Verständnis für Niger zu fördern.

Wann? 30. September von 14-18 Uhr
Wo?
Deutscher Bundestag, Platz der Republik 1 & Bundeskanzleramt, Willy-Brandt-Str .1
Kontakt:
01704760709 / 01634548199 / 015213240401 / 01781591462 / 015751945524 / 017632324136