„Unless a global effort is made… no one will escape” – Vorbereitung...

„Unless a global effort is made… no one will escape” – Vorbereitung des Klimagipfels COP27 in der Demokratischen Republik Kongo

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Ève Bazaiba Masudi spricht bei der pre-Cop27 in Kinshasa über die Verantwortung des „Globalen Nordens“. Archivfoto 2009 © CC BY 2.0 Wikimedia Commons
Ève Bazaiba Masudi spricht bei der pre-Cop27 in Kinshasa über die Verantwortung des „Globalen Nordens“. Archivfoto 2009 © CC BY 2.0 Wikimedia Commons

Anfang letzter Woche trafen sich Klimavertreter*innen aus über 50 Ländern in der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, Kinshasa, um den kommenden Klimagipfel COP27 vorzubereiten. Die informellen Gespräche der pre-COP ermöglichen es den Vertreter*innen im Vorfeld des Gipfels eine gemeinsame Agenda zu diskutieren. Die COP27 wird im kommenden Monat vom 6.-18. November in Sharm el-Sheikh, Ägypten stattfinden.

Laut Barbara Creecy, Südafrikas Ministerin für Forstwirtschaft, Fischerei und Umwelt, wird die COP27 ein entscheidender Moment für den afrikanischen Kontinent darstellen. So müssen auf dem Klimagipfel entscheidende Fortschritte für die Anpassung, Widerstandsfähigkeit und den Umgang mit der Klimakrise erreicht werden. 

Der Fokus des kommenden Klimagipfels wird auf der Verantwortung der Hauptverursachenden der Klimakrise liegen. So betonte Ève Bazaiba Masudi, die kongolesische Ministerin für Umwelt und Nachhaltigkeit, dass der afrikanische Kontinent lediglich für vier Prozent der Treibhausgase verantwortlich sei, wohingegen die G20 Staaten die Verantwortung für 80 Prozent der Umweltverschmutzung zu tragen haben. Sie forderte die Länder des sogenannten „Globalen Nordens“ auf, ihren Verpflichtungen zur Anpassung an die Klimakrise nachzukommen. 

Diese hatten zugesagt ab 2020 jährlich 100 Milliarden US-Dollar für Projekte zur Bekämpfung der Klimakrise im sogenannten „Globalen Süden“ zur Verfügung zu stellen – haben dieses Versprechen jedoch nicht eingehalten. Creecy betonte die Wichtigkeit der Bereitstellung dieser Gelder, um ein Vertrauen in den multilateralen Prozess zu schaffen.

Bazaiba Masudi forderte neben der Einhaltung dieses Versprechens auch die Entwicklung weiterer Vorschläge zur Entschädigung von Klimaschäden. Außerdem sollen diese Gelder nicht länger als „Entwicklungshilfe“, sondern vielmehr als Investition in die Zukunft der Menschheit eingestuft werden. Denn, so Bazaiba Masudi: „Unless a global effort is made… no one will escape. We all breathe the same air.“ [dt. „Wenn keine globalen Anstrengungen unternommen werden… wird niemand entkommen. Wir atmen alle die gleiche Luft.“]

Auch der UN-Generalsekräter António Guterres forderte die internationale Gemeinschaft auf, einen Kompromiss zu finden – zwischen den Ländern, die für den Großteil der Treibausgase verantwortlich sind und den Ländern, die am stärksten von den Auswirkungen betroffen sind. Er kritisierte außerdem er die zu geringen und langsamen Verpflichtungen der G20 – die Welt könne nicht mehr warten.

Die stellvertretende UN Generalsekretärin Amina Mohammed betonte, die Welt brauche Hoffnung und Fortschritte, die zeigen, dass die Regierungs- und Staatschefs das Ausmaß der Notlage verstehen und beginnen sich in die richtige Richtung zu bewegen.

Rosa Kuhn