4 Millionen Dollar für wiederverwendbare Binden

4 Millionen Dollar für wiederverwendbare Binden

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Das Problem ist nicht neu, Menschenrechtsorganisationen wie TERRE DES FEMMES bemängeln schon seit längerer Zeit, dass Frauen und Mädchen während ihrer Periode vom Gemeinschaftsleben ausgeschlossen sind. Nun werden durch eine verstärkte Kampagne der weiblichen Parlamentarier erstmals öffentliche Gelder hierfür zur Verfügung gestellt. 

"Ohne Binden ist das Schulleben schwierig", sagte die 13-jährige Dorothy Akinyi aus Kibera, einer der ältesten Slums in Kenia, in einem Interview mit der Onlineseite IPS. "Vorher haben wir unsere Pullover um die Hüfte geknotet und die verschmutzte Stelle hinter unserer Uniform versteckt. Das war nicht angenehm, also sind wir zu Hause geblieben."

Die Bildung vieler Mädchen sei so gefährdet gewesen, sagte die geschäftsführende Direktorin des "Kenya Aids Law" Projektes, Jacinta Nyachae. "Es gibt eine Gender-Pflicht, die wir einhalten müssen. Wir müssen sensibel für die Bedürfnisse von Mann und Frau sein, wenn wir öffentliche Fonds bereitstellen."

Die mangelnde Hygiene habe nach Angaben von TERRE DES FEMMES immer wieder zu einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung und zu einer starken Stigmatisierung von Mädchen und Frauen während ihrer Blutungen geführt. Teilweise haben die Mädchen bis zu ein Viertel ihrer Schulzeit verpasst und dadurch einen deutlichen Nachteil gegenüber den männlichen Gleichaltrigen erfahren.

B.R. 26.07.11

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