Afrika muss Schwerpunktthema der neuen Bundesregierung werden

Afrika muss Schwerpunktthema der neuen Bundesregierung werden

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Der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft (AV) fordert, Afrika und seine Wachstumsmärkte zu einem der Schwerpunktthemen der kommenden Legislaturperiode zu machen. Verbesserte Absicherung von Exportgeschäften, eine Reform bestehender Förderinstrumentarien, eine Aufstockung der personellen Ressourcen in der Außenwirtschaftsabteilung des Bundeswirtschaftsministeriums sowie eine höhere Priorität der Wachstumsländer Afrikas bei der Reisediplomatie der nächsten Bundesregierung sind zentrale Forderungen des AV anlässlich der beginnenden Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und SPD. Weitere Punkte sind die engere Verzahnung von Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftsförderung, sowie, aufbauend auf dem Afrikakonzept der Bundesregierung, die Entwicklung einer gemeinsamen Afrikastrategie von Politik und Wirtschaft.

Dr. Stefan Liebing, Vorsitzender des AV: „Wie setzen uns für die Neuausrichtung der deutschen Afrikapolitik ein – mit einem deutlich stärkeren Akzent hin zur Außenwirtschaftspolitik. Was Afrika braucht, sind Arbeitsplätze für die Menschen und Partnerschaften auf Augenhöhe. Die deutsche Wirtschaft und ihre afrikanischen Partner können davon gleichermaßen profitieren. In Afrika entstehen die Schwellenländer der nächsten Jahrzehnte, die für deutsche Unternehmen zunehmend wichtig werden. Die Politik muss dem noch mehr Aufmerksamkeit schenken. Wir regen deshalb an, dass der nächsten Bundesregierung ein Beauftragter für Außenwirtschaft im Ministerrang angehört, damit Deutschland mehr Präsenz zeigen kann – nicht zuletzt in Afrika.“

Hintergrundinformationen: Der deutsch-afrikanische Handel stieg zuletzt um 5,1 Prozent auf 21,8 Mrd. Euro und liegt damit derzeit auf einem Höchstwert. Deutsche Direktinvestitionen verdoppelten sich im letzten Jahrzehnt und liegen heute bei mehr als 10 Mrd. Euro. Gründe sind konstant positive Wachstumszahlen, die gesteigerte Nachfrage nach Rohstoffen und die Herausbildung von afrikanischen Mittelklassen mit großem Konsumgüterbedarf. Außerdem beeinflussen die vielerorts verbesserte Regierungsführung und Infrastruktur die deutsch-afrikanischen Wirtschaftsbeziehungen positiv.

Der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft (AV) ist der bundesweite Unternehmerverband, in dem etwa 600 Unternehmen aller Größen und Branchen sowie Institutionen mit Interesse an einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den Staaten Afrikas zusammengeschlossen sind. Der AV informiert, berät und vernetzt seine Mitglieder und vertritt deren Interessen gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

 

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