Athlet*innen des Jahres 2023

Athlet*innen des Jahres 2023

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Kelvin Kiptum beim Chicago-Marathon 2023 © Chad Veal, Wikimedia, CC BY-SA 4.0
Kelvin Kiptum beim Chicago-Marathon 2023 © Chad Veal, Wikimedia, CC BY-SA 4.0

Jedes Jahr zeichnet der Verband World Athletics die Sportler*innen des Jahres aus. Wegen besonderer Erfolge wurden 2023 mehr Athlet*innen als sonst geehrt. Drei davon stammen vom afrikanischen Kontinent, eine davon stellte einen neuen Weltrekord in Berlin auf.

Normalerweise gibt es immer nur zwei Athlet*innen des Jahres. Doch 2023 wurden so viele sensationelle Leistungen erbracht, darunter 23 Weltrekorde, dass die Beschränkung auf nur zwei Personen schwierig war. Deshalb wurde entschieden, mehr Auszeichnungen als sonst zu vergeben und insgesamt sechs Sportler*innen für ihre Leistungen auf der Bahn, der Straße und im Feld zu ehren. Darunter drei vom afrikanischen Kontinent. Über zwei von ihnen wurde in der LoNam-Ausgabe 06/2023 bereits ausführlich berichtet.

Zu den Ausgezeichneten gehört die 30-jährige Faith Chepngetich Kipyegon, eine kenianische Mittel- und Langstreckenläuferin und zweifache Olympiasiegerin. Seit letztem Jahr ist sie außerdem Weltrekordhalterin über 1.500 Meter (3:49,11 Minuten) und über eine Meile (4:07,64 Minuten). Mit einer Zeit von 14:05:20 Minuten war sie kurzzeitig auch Weltrekordhalterin über 5.000 Meter, doch diese Zeit wurde noch im selben Jahr unterboten. Nichtsdestoweniger wurde Kipyegon für ihre enormen sportlichen Leistungen im Jahr 2023 gekrönt, schaffte sie doch als erste Frau das 1.500/5.000-Double sowie die 1.500 Meter unter 3:50 Minuten und holte zwei Goldmedaillen.

Die 27-jährige Tigst Assefa aus Äthiopien ist ebenfalls eine Mittel- und Langstreckenläuferin. Nachdem sie erst 2022 ihren ersten Marathon gelaufen war und ihren zweiten gewonnen hatte, stellte sie 2023 bereits einen Weltrekord auf. Beim Berlin-Marathon am 24. September unterbot sie die 2019 aufgestellte Bestzeit um zwei Minuten und 14 Sekunden und beendete den Lauf nach 2:11:53 Stunden.

Etwas sehr Ähnliches schaffte 2023 auch der im Februar 2024 verstorbene kenianische Langstreckenläufer Kelvin Kiptum. Auch der 24-jährige hatte erst ein Jahr zuvor in Valencia sein Marathon-Debüt gehabt, bei dem er gewann. Kein halbes Jahr später gewann er auch den London-Marathon und stellte mit 2:01:25 Stunden einen neuen Streckenrekord auf. Schließlich lief er im Oktober beim Chicago-Marathon einen neuen Weltrekord, indem er nach nur 2:00:35 Stunden ins Ziel kam.

Die drei ausgezeichneten Athlet*innen waren bei weitem nicht die einzigen vom afrikanischen Kontinent, die herausragende Leistungen im Sport erbrachten. Jedoch stellten sie einige Höhepunkte des Sportjahres 2023 dar. Es steht außer Frage, dass auch in diesem Jahr einiges von afrikanischen Sportler*innen zu erwarten sein wird.

Laura Mahler

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