Der sudanesische Volksaufstand

Der sudanesische Volksaufstand

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Es war genug, um die Wut der Studenten auszulösen. Seit dem 16. Juni gehen jene regelmäßig auf die Straße. Die Behörden haben die Protestierenden gewarnt, dass sie weder Sicherheitsverletzungen noch Störungen der öffentlichen Ordnung dulden würden. Trotzdem fanden am Samstag Demonstrationen in der Hauptstadt Khartum statt.

Demonstranten versperrten mit brennenden Reifen und Müll die Straßen des Stadtviertels Al-Deim. Die Studenten sind immer noch wütend. „Nieder mit dem Regime, steh auf, Khartum“ – unter diesem Motto protestierte die Jugend gegen die schlechten Lebensbedingungen und die steigenden Preise. Die Anzahl der Demonstranten ist indes unklar: Die Polizei spricht von nur „150 Unruhestiftern und Anarchisten“, während die Aktivisten, die zahlreiche Verhaftungen beklagen, mehrere hundert Menschen zählen.

Es sieht nicht danach aus, als würde ihre Zahl mit der Zeit zurückgehen. Seit dem letzten Wochenende beteiligen sich an den Demonstrationen nicht mehr ausschließlich Studenten. Außerdem schließen sich immer mehr Städte der Bewegung an. Mit voller Wucht waren die Sudanesen seit der Sezession des Südsudan von den hohen Lebenskosten und dem Konjunktureinbruch getroffen worden.

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