Die einen hungern, die anderen feiern

Die einen hungern, die anderen feiern

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Mugabe führt das wirtschaftlich angeschlagene Land seit 1987 autokratisch als Diktator. Das Staatsoberhaupt Simbabwes und seine Anhänger werden für Menschenrechtsverletzungen und Wahlfälschungen verantwortlich gemacht. Deutliche Erfolge seinerseits wurden in den 80ern unter anderem im Gesundheitssektor erzielt. Ab den 90er Jahren veränderte sich jedoch die Politik der Regierung unter Mugabe. Die ehemals große Beliebtheit nahm im Volk und im Ausland ab, da Intransparenz und Korruption wieder zunahmen. Mehrere Auszeichnungen wurden Mugabe wieder aberkannt. Nun herrschen wieder Hungersnot und andere massive Schieflagen im Land. Aufgrund der Menschenrechtsverletzungen der Regierung Mugabes wurde Simbabwe aus dem Commonwealth-Abkommen ausgeschlossen. Mugabe wird die Einreise in die Europäische Union mit Ausnahme von Besuchen von Veranstaltungen der UN verweigert.

Nach der jüngsten Parlamentswahl 2008 waren Unruhen ausgebrochen. So sah sich Mugabe gezwungen, eine Regierung der nationalen Einheit mit seinem Gegner Morgan Tsvangirai zu bilden. Tsvangirai dient zurzeit als Ministerpräsident. Am 1. März erklärte Mugabe, die Koalition sei inzwischen handlungsunfähig und ohnehin nie für immer gedacht gewesen. Tsvangirai startete seinerseits am Samstag eine Kampagne für ein Verfassungsreferendum am 16. März. Es soll die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen vorbereiten, die eventuell im Juli folgen. Mugabe feierte seinen Geburtstag mit einer Riesenparty unter anderem mit Jugendgruppen seiner Partei ZANU-PF. Er schnitt einen 89 Kilogramm schweren Geburtstagskuchen an, die Zentralbank von Simbabwe stiftete zudem 89 Kühe zum Anlass. Provinzgouverneur Martin Dinha versprach Gratis-Essen und Unterhaltung für alle Gäste. Da kann man nur hoffen, dass die hungerleidenden Simbabwer auch eingeladen waren…

Denise Pitner

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