Divina Maloum mit Kinderfriedenspreis ausgezeichnet

Divina Maloum mit Kinderfriedenspreis ausgezeichnet

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In der Dezember-LoNam, die kommende Woche erscheint, machen wir darauf aufmerksam, wie viele internationale Preise dieses Jahr an Menschen aus Afrika gingen. Auch die 14-jährige Kamerunerin Divina Maloum wurde am 20. November in Den Haag ausgezeichnet. Der internationale Kinderfriedenspreis ist eine Initiative der Kinderrechtsorganisation KidsRights.

(c) Jukka Niittymaa

Am 20. November, dem Weltkindertag, wurde die 14-jährige Divina Maloum aus Kamerun in Den Haag von Desmond Tutu, dem südafrikanischen Erzbischof und Schirmherr der Organisation KidsRights, mit dem Kinderfriedenspreis ausgezeichnet. Sie wurde aus 137 Bewerber*innen aus 56 Ländern von dem Expertengremium der Organisation KidsRights ausgewählt. Mit ihr wurde auch die schwedische Umweltaktivisten Greta Thunberg mit dem Kinderfriedenspreis ausgezeichnet.

Divina Maloum wurde für ihren „friedlichen Kampf“ gegen die Dschihadistenmiliz Boko Haram mit dem Preis gewürdigt. Im Jahr 2014 besuchte Divina die Familie im Norden Kameruns, wo sie aus erster Hand die Auswirkungen von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus auf Kinder erlebte. Sie musste feststellen, dass diese Kinder von ihren Familien getrennt und als Kindersoldaten ausgebeutet, missbraucht und rekrutiert werden. Sie erfuhr auch von Kinderbräuten und Selbstmordattentätern. Entschlossen, sie nicht im Stich zu lassen, ging sie nach Hause und startete die Kampagne „Ich stehe für den Frieden ein“, mit der sie auf die Geschichte des Nordens aufmerksam machte. 2015 gründete sie die Organisation Children for Peace (C4P) mit der sie Kinder vor dem Eintritt in bewaffnete Gruppen warnt und sie dazu ermutigt ihre Stimmen zu erheben. Sie fördert die Beteiligung der Kinder an der Friedenskonsolidierung und der nachhaltigen Entwicklung, denn laut Divina sind Kinder die wahren Träger des Friedens. Mittlerweile ist C4P zu einer landesweiten Organisation herangewachsen, die anhand von 100 Kindern in zehn Regionen Kameruns vernetzt ist. 5000 Kinder erreichen sie mit ihrer Arbeit jährlich. Neben dem Empowerment der Kinder initiierte Maloum ein interkommunales Kinder-Friedenslager, gründete Friedensclubs in Moscheen und gab zusammen mit anderen Kindern eine Erklärung gegen gewalttätigen Extremismus ab. Sie setzt dabei besonders auf Peer-Education. Da Kamerun eine Vielzahl an Sprachen und Dialekten besitzt, spielen Sprachbarrieren eine große Rolle im Kampf für Aufklärung. Um Alle erreichen zu können erstellte Maloun Cartoons, die die Geschichten des gewalttätigen Extremismus aufzeigen. „In Kamerun und Afrika werden Kinder von den Entscheidungsträgern vergessen, wenn es um friedensbildende Maßnahmen geht“, kritisierte die 14-Jährige bei der Preisverleihung.

„Ich habe gewaltigen Respekt vor Euch. Eure starke Botschaft wurde durch Eure jugendliche Energie und Euren unerschütterlichen Glauben noch verstärkt, dass Kinder ihre Zukunft nicht nur verbessern können, sondern müssen. Ihr seid wahre Veränderer, die auf eindrucksvollste Weise bewiesen haben, dass Kinder die Welt bewegen können“, erklärte Tutu bei der Preisverleihung. Der Preis ist mir 10 000 Dollar dotiert und soll Projekte finanzieren, die im Sinne der Preisträgerin agieren.

Wollt Ihr mehr über afrikanische Preisträger*innen lesen? Wir freuen uns, Euch in der Dezember-LoNam, die nächste Woche erscheint, von vielen Auszeichnungen berichten zu können.