Filmempfehlung: Congo Calling

Filmempfehlung: Congo Calling

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Mit ‚Congo Calling‘ startete am 22. August 2019 ein besonderer Dokumentarfilm auf den deutschen Kinoleinwänden. Der Film überzeugt mit seiner Neutralität zur ambivalenten Entwicklungspolitik und wahrheitsgemäßen Szenen und lädt Zuschauer*innen auch im Nachhinein noch zum Überlegen und Hinterfragen ein.

© Daniel Samer

Regisseur Stephan Hilpert begleitete in einer Drehdauer von vier Jahren drei Entwicklungshelfer*innen im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Raúl, ein spanisch-französischer Wissenschaftler, forscht für eine Studie über Rebell*innen im kongolesischen Grenzgebiet zu Ruanda, doch wird durch Korruption in den eigenen Reihen behindert. Die Belgierin Anne-Laure hat ihre Arbeit als Entwicklungshelferin aufgegeben und organisiert jetzt ein kongolesisches Musikfestival. Durch enge, regimekritische Freund*innen ist sie mit grundlegenden Fragen konfrontiert. Der dritte Protagonist ist Peter, ein deutscher Entwicklungshelfer, der nach 30 Jahren Berufstätigkeit in Rente geschickt wird, doch in Deutschland sieht er keine Perspektiven mehr.

Anstatt sich auf die sozialen und politischen Probleme des Landes zu stürzen konzentriert sich der Film auf die persönlichen Erlebnisse und Gefühle der drei Protagonist*innen, auf das Verhältnis von Europäer*innen und Kongoles*innen – eine Filmempfehlung für alle, die einen Abend nachhaltigen Perspektivwechsels erleben wollen.

‚Congo Calling‘ wird in Berlin im FSK Kino  oder in den Tilsiter Lichtspielen ausgestrahlt. Weitere Infos zu anderen Spielorten, Daten etc. finden Sie hier oder auf Facebook.

Mareike Schweizer