Memorial Decentralization Project in Sierra Leone

Memorial Decentralization Project in Sierra Leone

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Eine Kooperationsveranstaltung von der memorial_working_group, FararafinaeV., medico international in Berlin und mehrerer lokale Akteur_innen.

“Use the bands to remember, Use the space to reflect” (Nutze das Banner, um dich zu erinnern; nutze den Raum, um zu reflektieren), dies symbolisieren die Gedenkstätten in Sierra Leone, die an den 10-jährigen Krieg erinnern, der im Jahr 2000 sein Ende fand. Am Freitag, den 27. Juni, stellten Tejan Lamboi aus Sierra Leone, Juliane Westphal und Sonja Hohenbild von der memorial_working_groupe in Projekt-in-Progress im Afrika Haus Berlin vor. Das Projekt hat sich 2012 entwickelt; als die Gruppe den Denkmal-Wettbewerb in Freetown, Sierra Leone, gewann. Ziel des Projekts ist es, die Erinnerung an die im Krieg Verstorbenen zu wahren und zu würdigen. Es ist eine lokale Ideenproduktion, begleitet von der  Errichtung und Einweihung von Erinnerungsorten in den Provinzen Sierra Leones.  Ein Weg, sich gemeinsam und generationsübergreifend mit der gewalttätigen Vergangenheit, den Traumata und Verlusten, die der Krieg hinterlassen hat, auseinanderzusetzen. Die Erinnerung an den Krieg ist facettenreich. Es gibt die Hoffnung, dass die versteckten Erzählungen hinter den Ereignissen auf zukünftige Generationen einwirken. Es geht nicht allein darum, Denkmäler zu bauen oder zu erhalten, sie bedeuten mehr als eine Erinnerung. Es geht um Menschen, die für ihre nationale (Kolonial-)Identität gekämpft haben. Nach vielen Vorbereitungstreffen mit Akteur_innen wurden im März 2014 die ersten Gedenkorte gebaut. Die Nachhaltigkeit des Projekts wird gewährleistet, indem die Gemeinden an der Entscheidungsfindung teilhaben. Das heißt, die Kommune übernimmt Verantwortung und kann ein Reich der Erinnerungen schaffen; wie Zeremonien, Geschichtenerzählen oder die Gestaltung anderer performativer Formen, welche die Menschen hoffentlich nicht nur mit ihren Verlorenen im Krieg, sondern auch mit ihrer Vorfahren in Verbindung bringen. Trotz allem fehlt die Einbeziehung von Sierra Leoner_innen aus der Diaspora und insbesondere aus Deutschland in diesem Projekt. Die Organisation hofft, das Projekt in mehreren Orten in Sierra Leone weiterentwickeln zu können.

Takeh Ethel-Dreder Asheh

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