Pariser Sudan-Konferenz

Pariser Sudan-Konferenz

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Ziel der Pariser Sudan-Konferenz war „die Welt zum Handeln zu bewegen“.© Timothy McKulka/USAID. Original public domain image from Flickr

Im Sudan ist seit knapp einem Jahr die Lage kritisch. Gegenüber stehen sich Einheiten der Armee unter dem Kommando von Machthaber Abdel Fattah Abdelrahman Burhan und die rivalisierenden Rapid Support Forces (RSF).

Am Montag, dem 15. April, fand in Paris die „International Humanitarian Conference for Sudan and neighbouring countries“ statt. Die EU-Kommission gab bekannt, dass sie 215 Millionen Euro zur Unterstützung des UN-Hilfsappells für den Sudan und weitere 140 Millionen für die Nachbarländer zur Verfügung stellen wird. Ziel der Konferenz war laut Stéphane Séjourné, „die Welt zum Handeln zu bewegen“. Unter der Leitung Deutschlands, Frankreichs und der EU drehten sich die Gespräche in Paris nicht nur um finanzielle Hilfe, sondern auch um eine bessere Koordinierung der Bemühungen um Frieden und eine Beendigung des Konflikts, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron. Die internationale Gemeinschaft verlangte von den Konfliktparteien im Sudan, die Menschenrechte zu respektieren und die Gewalt gegen Zivilisten zu beenden: „Wir rufen sie dringend auf, unverzüglich eine Feuerpause einzurichten, damit humanitäre Helfer alle bedürftigen Sudanesen versorgen können“, ergänzte er.

„Ohne sofortigen Waffenstillstand und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe wird sich die Krise im Sudan in den kommenden Monaten dramatisch verschlimmern, mit weitreichenden Folgen für die gesamte Region“, teilt Tedros Adhanom Ghebreyesus, WHO-Generaldirektor, mit. Die internationale Gemeinschaft müsse unverzüglich zusammenarbeiten, um eine weitere Verschärfung der humanitären Krise zu verhindern und das Leid der Menschen im Sudan zu lindern. Es sei von zentraler Rolle, dass alle Beteiligten ihre Anstrengungen intensivieren, um eine politische Lösung des Konflikts zu finden und die humanitäre Hilfe zu koordinieren. „Wir können gemeinsam eine schreckliche Hungersnotkatastrophe abwenden, aber nur, wenn wir jetzt aktiv zusammenarbeiten“, sagte Annalena Baerbock, deutsche Außenministerin.

Alexandra Enciu

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