Parlamentswahl in Guinea-Bissau zum ersten Mal mit Beteiligung der Diaspora in Deutschland

Parlamentswahl in Guinea-Bissau zum ersten Mal mit Beteiligung der Diaspora in Deutschland

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Am vergangenen Sonntag, 10. März 2019, fanden mit vier Monaten Verspätung endlich die für November geplanten Parlamentswahlen statt. Erstmalig durften auch die Guineenser*innen aus Deutschland an der Wahl teilnehmen. Das Ergebnis lässt die Regierungspartei ohne klare Mehrheit zurück.

Eine Wählerin bei der Stimmabgabe in Deutschland. Quelle: Nô Lanta Djunto e.V.

Bei den Parlamentswahlen in Guinea-Bissau hat die Regierungspartei PAIGC mit 47 zwar die meisten Sitze erzielt, verfehlte aber knapp die absolute Mehrheit. 21 Parteien hatten um die 102 Sitze gekämpft. Gestern wurden in einer offiziellen Verlautbarung der Wahlkommission die Ergebnisse bekannt gegeben: Mit 27 Abgeordneten stellt die PRS (Partei der sozialen Erneuerung) die zweitgrößte Fraktion, gefolgt von der noch neuen politischen Formation „Madem G15“ (Bewegung für eine demokratische Alternative) mit 21 Abgeordneten.

Zu den rund 750.000 Wählern in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Staat kamen bei dieser Wahl erstmalig auch die Guineenser*innen der Diaspora aus Deutschland hinzu. Sie hatten zuvor in Protestaktionen auf sozialen Medien wie Facebook darum gekämpft, auf die Situation ihres Heimatlandes Einfluss nehmen zu können, und zwar nicht allein, indem sie ihre Familien finanziell unterstützen.