Präsidentschaftswahlen in Namibia und Guinea-Bissau

Präsidentschaftswahlen in Namibia und Guinea-Bissau

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Gleich zwei afrikanische Länder riefen in den vergangenen Tagen an die Wahlurnen. In Namibia wurde Präsident Hage Geingob wiedergewählt. In Guinea-Bissau geht die Wahl in eine zweite Runde.

Hage Geingob, Namibias alter und neuer Präsident, bei seiner Vereidigung 2015 © Chtrede CC 3.0

Am 27. November wurden in Nabia 1,5 Millionen Wahlberechtigte zu den Urnen gerufen, um ihre*n Präsident*in zu wählen. Bei den letzten Wahlen gewann Hage Geingob die Wahl mit 87% der Stimmen und seine Partei SWAPO mit 80% der Stimmen die Parlamentswahlen. Auch dieses Mal hat der 78-jährige wieder die Wahlen gewonnen. Die Ergebnisse bleiben nicht ohne Vorwürfe der Korruption und Wahlbetrug von Seiten der Opposition, die nur 30 % der Stimmen bekommen hat, obwohl die zurückliegende Amtszeit Geingobs eher von einer wirtschaftlichen Krise, Arbeitslosigkeit und Armut geprägt war.

Auch in Guinea-Bissau sollte die Bevölkerung am 24. November eine*n neue*n Präsident*in wählen. Die Wahlen folgten auf eine lange politische Krise zwischen Präsident José Mário Vaz und der Regierungspartei unter einem halbpräsidentiellen Regime. Der scheidende Präsident wurde in der ersten Runde endgültig eliminiert und auf den vierten Platz verwiesen. Die ehemaligen Premierminister Domingos Simões Pereira und Umaro Sissoco Embaló erreichten im ersten Wahlgang die meisten Stimmen und werden am 29.12.2019 in der zweiten Runde antreten.

Ameyo Dick