Vom Glück und dem Tanz mit dem Feuer

Vom Glück und dem Tanz mit dem Feuer

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Mahamat-Saleh Haoun versucht das Glück dort zu zeigen, wo es vermeintlich nicht zu finden ist.

Es gibt gute Menschen, es gibt böse Menschen. Im Leben gibt es Dramen, aber auch Liebe. Oft fehlt es aber am Schluss ein Happy End. So könnte man auch „GriGris‘ Glück“ von Filmproduzent Mahamat-Saleh Haoun beschreiben.

Grigris, gespielt von Souléymane Démé, tanzt regelmäßig abends in den Diskotheken von Tschads Hauptstadt N´Djamena, um ein wenig Geld dazu zu verdienen. Ohne großartig ausgefallene Bewegungen oder Pirouetten drückt er sich durch seine Tanzschritte aus. Tagsüber unterstützt er seinen Stiefvater im Fotostudio. Das Geschäft läuft schlecht, bringt nur wenig Geld in die Kasse und hat keine Zukunft. Doch als eines Tages die schöne Mimi, gespielt von Anais Monory den Laden Betritt, um ein paar Fotos für ihre Modelkarriere zu machen, verdreht sie nicht nur Grigris Kopf, sondern auch sein Leben. Aus Angst um die eigene Existenz und die seiner Familie schließt er sich einer Bande von Benzinschmugglern an. Grigris verliert sich und muss sich bald darauf entscheiden: In der Stadt bleiben und sterben oder weglaufen und hoffen niemals gefunden zu werden. Doch was wird aus ihm und Mimi?

Mahamat-Saleh Haouns Erfolgsfilm kommt zwei Jahre nach der Ersterscheinung am 9. April 2015 auch endlich in die deutschen Kinos. Er erzählt die Geschichte, ohne die Situation zu beschönigen. Eine Geschichte zwischen zwei Menschen mit wenig Perspektiven, aber idealisierten Träumen á la Hollywood. „Grigris‘ Glück“ (Orginaltitel: GriGris) heißt der Film in Deutschland, ob er wirklich vom Glück handelt, muss jeder selbst entscheiden.

Lina Jankauskaite

Trailer: