Werkstatt der Kulturen bringt Gnaoua-Musik nach Berlin

Werkstatt der Kulturen bringt Gnaoua-Musik nach Berlin

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Die Berliner Werkstatt der Kulturen organisiert zu ihrem 25. Jubiläum ein Festival mit beeindruckenden Künstlern_innen der Gnaoua-Musik.

(c) Afrika Medien Zentrum

Die Musikrichtung Gnaoua entstand im 16. Jahrhundert, in dem Sklaven aus Westafrika Richtung Norden des Kontinents verschleppt wurden. Diese verschmolzen ihre Musikstile mit den Kulturen Nordafrikas. Neben dem musikalischen Genuss zielt Gnaoua-Musik auch auf einen therapeutischen Effekt ab. Durch ihre tranceähnlichen Vibes kommt bei der Gnaoua-Community diese Musik auch bei Heilzeremonien zur Verwendung. Diese tranceähnliche Musik feiert die Werkstatt der Kulturen nun mit dem ersten Gnaoua Festivals in Berlin.

Den Auftakt bildete am Donnerstag, den 16. August, ein Konzert mit dem marokkanischen Künstler Majid Bekkas, welcher nicht nur als Erfinder des „Gnaoua Blues“ gilt, sondern bereits mit zahlreichen Künstlern aus der Jazzszene zusammengearbeitet hat. Gemeinsam mit der Gruppe „Arab Song Jam“ trat er in einer weiteren Session auf, die geprägt war von Gnaoua-typischen Instrumenten und das musikalische Talent der Truppe unter Beweis stellte. Eines dieser Instrumente ist die Guembri, eine mit Ziegenfell gespannte Basslaute. Eine offene Jamsession, welche auch das Publikum zum Mitmachen einlud, rundete den Abend ab.

Die Musiker sorgten bei der Auftaktveranstaltung für inspirierende Einblicke in die Musik der Gnaouas und überzeugten mit außergewöhnlichen, rhythmischen Klängen.

Das Festival kann noch bis zum 18.08.2018 bei freiem Eintritt in der Werkstatt der Kulturen besucht werden. Das abwechslungsreiche Programm bietet unter anderem Konzerte, Ausstellungen sowie verschiedene Workshops rund um das Thema Gnaoua an.

Julia Hochrainer

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