Wo Migrationsgeschichte Beachtung findet

Wo Migrationsgeschichte Beachtung findet

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Nach mehr als einem Jahr Forschung und Produktion zu der Ausstellung wird sie am 3. März 2013 endlich im Kunstverein im Künstlerhaus eröffnet. Die Eröffnung beginnt um 18 Uhr und anschließend wird am Wilhelmsplatz im „Blue Note“ gefeiert. Die Ausstellung gestaltet sich wie ein Parcours: Am Bahnhof befindet sich ein Ausstellungscontainer und es gibt zahlreiche Hörstationen, Filme und Installationen in der Goetheallee. Hinzu kommen das Künstlerhaus, der Wilhelmsplatz und der Marktplatz als „künstlerische Stationen“.

Für die Migrationsbevölkerung ist es sehr wichtig, die eigene Geschichte aufzuarbeiten. Lange fand die Geschichte der Migration keinerlei Anklang, doch mittlerweile ist ein regelrechter Boom zu beobachten. Viele Museen thematisieren die Migrationsgeschichte, die vor wenigen Jahren noch „unwichtig“ zu sein schien. Mit der Ausstellung „Movements of Migration. Neue Perspektiven auf Migration in Göttingen“ wird die Situation in eben jener Stadt gezeigt. Dabei werden viele Fragen beantwortet: Wer erinnert sich an welche Geschichte? Wie werden die Geschichten der Migration nacherzählt und rekonstruiert? Soll die Migrationsgeschichte überhaupt ins Museum? Und welche Strategien gibt es, die heterogenen Geschichten der Migration zu erzählen, ohne diskriminierende Bilder zu wiederholen?

Bei der Eröffnung werden Historiker, Museumspraktiker und AktivistInnen der ersten Stunde diesen und weiteren Fragen nachgehen. Zu den Diskutanten gehören Migrationshistoriker, Zeithistoriker und Ahmed Sezer, Vorstandsmitglied des DOMiD (Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e.V.). Die wissenschaftliche Leitung unterliegt Prof. Dr. Sabine Hess und Dr. Torsten Näser, für die künstlerische Leitung ist Ralf Homann zuständig. Und wie so oft kommt das Wichtigste zum Schluss, denn ohne die folgenden Künstler und Studenten wäre das Projekt nie ins Leben gerufen worden: Neele Behler, Charalambos Ganotis, Ralf Homann, Luise Marbach, Fabian Stoltz, Britta Wernecke und Florian Wüst erarbeiteten in Kooperation mit 17 Studierenden des Instituts für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der Universität Göttingen die Ausstellung.

Denise Pitner

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