Afrikamera – Eine Woche afrikanischer Film

Afrikamera – Eine Woche afrikanischer Film

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Schon der Eröffnungsabend versprach, spannend zu werden: Mehr Besucher_innen, als es Plätze gab, drängten sich am Eingang zusammen, hofften, trotz allem noch eine Karte zu ergattern. Das fünfte Afrikamera-Festival scheint schon vor Beginn überaus beliebt zu sein.

Das liegt sicherlich zum einen an der Arbeit der letzten Jahre, in denen – wie der künstlerische Leiter Alex Moussa Sawadogo berichtet – die Besucherzahlen stetig gestiegen sind. Nicht immer sei es einfach gewesen, nicht immer war sicher, ob das Festival weiter ausgerichtet werden kann. Das Organisieren, das Mobilisieren von Partnern, von Fördergeldern, all das sind Hindernisse. Sawadogo betont: "Wir kämpfen jedes Jahr aufs Neue".

Ziel des Festivals sei es, afrikanisches Kino sichtbar zu machen, in all seiner Vielfalt. Nicht nur "das Afrika der Katastrophen", wie es oft die Bilder in den Köpfen der Europäer dominiert, solle dargestellt werden. In diesem Jahr werden vor allem Frauen thematisiert: "Wir wollen zeigen, wie unterschiedlich das Leben von Frauen in Afrika heute ist", so Sawadogo.

Ein weiterer Grund für die Beliebtheit des Festivals ist sicherlich das vielversprechende Programm: Bis Sonntag, 18.11., werden Filme vieler unterschiedelicher Länder und Genres gezeigt. Mit dabei sind Kurzfiilme aus Mosambik, "Otelo Burning" aus Südafrika, die Dokumentation "Indochine sur les traces de ma mère/ Indochina, traces of a mother", kurze und lange Filme von und über Frauen wie etwa "Une femme pas comme les autres/ An uncommon woman" (Burkina Faso) oder "Witches of Gambaga" (Ghana). Auch ein ansprechendes Begleitprogramm ist dabei: Neben den Filmen werden eine Podiumsdiskussion, eine Festivalparty sowie ein Workshop geboten. Darüber hinaus sind zu einigen Filmen Regisseure oder Schauspieler anwesend.

 

Das Programm im Detail und weitere Infos gibt's unter: http://www.afrikamera.de/de/2012/programm.php

 

                                                                                                                                                                  Ronja Sommerfeld

 

Abend für Abend standen die Besucher_innen Schlange, um noch einen Platz für die nächste Vorführung zu bekommen. Hier für "The Women of Gambaga"

 

 

 

 

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