Äthiopische Flüchlinge aus Jemen evakuiert

Äthiopische Flüchlinge aus Jemen evakuiert

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Sie verließen Äthiopien und Somalia für ein besseres Leben in Saudi Arabien. Die Realität schlug hart zurück. Die meisten der Flüchtlinge sind in Auffanglagern im Jemen an der Saudi-Arabischen Grenze gelandet. Das Land gilt als Haupt-Transitpunkt für illegale Immigranten. Der Staat im Mittleren Osten ist, aufgrund des auf sein Amt beharrenden Präsidenten, seit mehreren Monaten durch Instabilität geprägt. Allein im letzten Monat wurden 2 Somalier in der Hauptstadt Sanaa getötet.

Laut UN-Schätzungen zu Folge sind allein innerhalb des letzten Jahres 37.000 Äthiopier und Somalier in den Jemen eingereist. Die Händler scheint das Leid der Flüchtlinge nicht zu interessieren. Edris, ein äthiopischer junger Mann, erzählte der BBC, dass er von den „Erfahrungen, die er in den Händen der Menschenhändler machen musste, Traumata bei ihm ausgelöst haben.“ Er erzählt weiter, dass er Frauen sah, „die von 8 Männern gleichzeitig vergewaltigt wurden. Auch Männer sind davon nicht ausgeschlossen.“.

Weitere 1.900 Flüchtlinge sollen nun evakuiert werden. Das gleicht dem bekannten Tropfen auf den heißen Stein. Eine Verbesserung der Situation im Jemen ist nicht in Sicht, zeigt der Präsident Ali Abdullah Saleh doch keinerlei Absicht auf den, von der Opposition geforderten, Rücktrittsgesuch einzugehen.

 

G.S. 22.06.2011

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