Benin feiert sich!

Benin feiert sich!

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Was Sie garantiert noch nicht über das westafrikanische Land wussten:

Foto: Afrika Medien Zentrum/ Ronja Sommerfeld

1. Bis 1975 trug der heutige Staat Benin den Namen Dahomé. Dieser Name geht auf das sogenannte Königreich Dahomé zurück, welches im 17. Jahrhundert gegründet wurde und rund 260 Jahre später von französischen Truppen erobert wurde.

2. Das Königreich Dahomé verfügte unter anderem über ein starkes Frauenregiment. Europäische Invasoren nannten sie die „Amazonen von Dahomé“. Noch gibt es in den beninischen Streitkräften ebenso viele männliche wie weibliche Soldaten_innen.

3. Mit 113.000 Quadratkilometern ist die Republik Benin der 100. größte Staat der Erde. Von der Bucht von Benin erstreckt sich das Land bis an den  Niger-Fluss im Norden – 650 Kilometer von der Küste entfernt.

4. Trotz flächendeckender Verbreitung weiblicher Beschneidung  aus traditionellen und sozialen Gründen wurden sie 2005 gesetzlich verboten. Das heißt aber nicht, dass Beschneidungen nicht mehr stattfinden.

5. Besonders gut dokumentiert ist die Geschichte des sogenannten Königreichs von Benin, welches sich – weit vor Dahomé – um 600 n. Chr. gründete und bis 1897 unabhängig blieb. Geographisch lag das Königreich Benin übrigens im Südwesten des heutigen Nigerias und erstreckte sich nur zu Zeiten der Expansion bis zur Bucht von Benin.

6. Die Flagge von Benin besteht aus den Farben Grün, Gelb und Rot. Grün steht für die Hoffnungauf Erneuerung und Veränderung, Gelb symbolisiert die reichen Schätze des Landes und Rot steht für den Mut der Vorfahren. Offizieller Wahlspruch Benins ist „Fraternité, Justice, Travail“ (Brüderlichkeit, Gerechtigkeit, Arbeit) und stammt wahrscheinlich noch aus der französischen Kolonialbesetzung. 

7. In der im Zentrum des Landes gelegene Stadt Dassa-Zoumé gibt es mehrere Grotten. Im Jahr 1954 soll in einer dieser Grotten die Jungfrau Maria erschienen sein. Sie ist seit diesem Tag als die „Lady of Arigbo“ bekannt. Für Katholiken aus aller Welt ist Dassa-Zoumé deswegen ein bedeutender Wallfahrtsort – insbesondere jedes Jahr im August, wenn das große Pilgerfest, die sogenannte „Grotte Mariale“, stattfindet.

8. Die Religion Voodoo stammt aus Haiti? Falsch – der Ursprung des Glaubens liegt in Benin! Der Name Voodoo leitet sich vom Fon/Ewe-Wort Vodún ab und lässt sich mit „Geist“ übersetzen. Die Religion hat aber wenig mit nadeldurchsetzten Puppen zu tun, es handelt sich eher um eine hybride Religion aus verschiedenen afrikanischen, islamischen und katholischen Elementen.

9. Die größte tierische Touristenattraktion in Benin sind Nilpferde. Viele besuchen den Tanguieta Nationalpark im Norden des Landes, nur um die Hippos zu sehen. Obwohl im Park zahlreiche Exemplare leben, passiert es oft genug, dass tagelang niemand die scheuen Dickhäuter zu Gesicht bekommt.

10. Jedes Jahr feiert Benin am 1. August (heute) seinen Nationalfeiertag. 1960 erklärte sich die Republik Dahomé an diesem Tag von der Kolonialbesetzung Frankreichs unabhängig. Begleitet wird der Tag von Paraden, Militärzeremonien und politischen Veranstaltungen.

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