Deutschlandpremiere einer zweiteiligen Dokumentation über Thomas Sankara

Deutschlandpremiere einer zweiteiligen Dokumentation über Thomas Sankara

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Foto: public domain

Der am 15. Oktober 1987 in einem internationalen Komplott ermordete charismatische Präsident Burkina Fasos, Thomas Sankara, stand wie kaum ein anderer exemplarisch dafür, dass eine Entwicklung Afrikas aus eigener Kraft möglich ist. Die von Sankara vorangetriebenen Reformen zeigten in kürzester Zeit beachtliche Wirkungen. So schaffte er es zum Beispiel, eines der „ärmsten“ Länder der Welt in nur knapp vier Jahren unabhängig von Nahrungsmittelimporten zu machen und die Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen! Doch auch im Hinblick auf Korruptionsbekämpfung, Regierungsführung, Gesundheitspolitik, Naturschutz oder die Gleichberechtigung der Frauen war Sankara ein Visionär und politischer Vorreiter. Sankara war redegewandt, mutig, bescheiden und sympatisch. Vor allem aber war er absolut integer. Er kämpfte für die Autonomie seines Landes angesichts virulenter Außenabhängigkeiten und für eine endogene Entwicklung Burkina Fasos und des afrikanischen Kontinents. Eine echte Faszination geht schon seit seinen Lebzeiten für dieses Vorbild und diese Ikone des afrikanischen Befreiungskampfes aus, der an das was er tat glaubte und genau wusste, was er damit riskierte.

In Gedenken an den 25. Gedenktag seiner Ermordung präsentiert AfricAvenir am Sonntag, 14. Oktober 2012 ab 15 Uhr die Deutschlandpremiere der zweiteiligen Dokumentation „Auf den Spuren von Thomas Sankara“ und „Geteiltes Erbe“ (OmU) im Hackesche Höfe Kino in Berlin. Auch die Regisseur/innen des Kollektiv Baraka werden anwesend sein.

Zwischen 2008 und 2011 entstanden und in Burkina Faso, Senegal, Mali und Frankreich gedreht, sind diese Filme eine Hommage an den Visionär und Revolutionär Sankara und geben Weggefährten, Zeitzeugen aber auch jungen Aktivist/innen den angemessenen Raum, über den Mann zu sprechen, der den Burkiner/innen ihre Würde und Selbstachtung wiedergegeben hat“.

Anlässlich des 25. Gedenktages hat AfricAvenir zudem eine Kampagne gestartet, die Organisationen und Einzelpersonen auffordert, mit Spenden oder Veranstaltungen Sankaras Vermächtnis zu ehren und zu feiern. Mehr dazu unter: http://www.africavenir.org/nc/home.html

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