Ein Leben für die Menschenrechte

Ein Leben für die Menschenrechte

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Am vergangenen Sonntag, den 29. September, fand im Nürnberger Opernhaus die Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises 2013 statt. Die Auszeichnung ging an  Kasha Jacqueline Nabagesera aus Uganda. Die 32-jährige Aktivistin setzt sich seit über zehn Jahren für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LSBT) insbesondere in ihrem Heimatland ein. Dort wird  Homosexualität besonders stark geächtet und verurteilt. Schwule und Lesben, deren sexuelle Neigung bekannt ist, verlieren oft ihre Arbeit, werden von ihrer Umgebung und Familie gehasst und oft zu Haftstrafen verurteilt. Homosexuelle werden wie Kriminelle behandelt. Mit dieser Situation beschäftigt sich auch der amerikanische Dokumentarfilm Film "Call me Kucho", der 2012 den "Cinema fairbindet"-Preis erhielt.

Diese Situation zu ändern, ist Ziel der Preisträgerin und der von ihr gegründeten Organisation "Freedom and Roam Uganda" (FARUG). Mit ihrem Einsatz riskiert Nabagesera ihr Leben. Seit sie öffentlich Respekt für nicht-heterosexuelle Menschen gefordert hat, wird sie von vielen Seiten angegriffen. 2010 veröffentlichte eine ugandische Zeitschrift eine Liste Homosexueller und forderte zu deren Ermordung auf, wogegen Nabagesera erfolgreich klagte. Ihr Mitstreiter David Kato erlag einem Mordanschlag. Ebenso muss sie selbst ständig Angriffe und Verfolgung fürchten, ihren Wohnort wechseln, sich verstecken. Ihr Beitrag zur Verbesserung der Situatuation von LSBT trägt Früchte nicht nur in Uganda, sondern weltweit. Dies ist wohl einer der Gründe, weshalb die Jury einstimmig beschloss, ihr die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichung zu verleihen.

 

 

 

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