Die letzten vier Flüchtlinge verlassen das Dach des Hostels in der Gürtelstraße

Die letzten vier Flüchtlinge verlassen das Dach des Hostels in der Gürtelstraße

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Nach insgesamt 13 Tagen hat die Besetzung des Hosteldachs ein Ende. Am Sonntagabend verließen die letzten vier Flüchtlinge das Hostel in der Berliner Gürtelstraße. Ob sie in Berlin bleiben oder welchen Weg sie jetzt einschlagen müssen, ist unklar.

Seit dem 26. August 2014 hatten sich neun Flüchtlinge auf dem Dach eines Hostels in der Gürtelstraße verschanzt. Schon am zweiten Tag wurde ihnen Wasser und Strom abgestellt. Das Vorgehen der Polizei blieb bis zuletzt umstritten, weil sie weder Wasser, noch Lebensmittel an die Flüchtlinge durchgehen ließ. Gerade in den letzten sonnigen Tagen, als die Temperaturen in Berlin auf über 20 Grad anstiegen, ist ein Auskommen ohne Wasser kaum denkbar. Ein Grund, weshalb Innensenator Frank Henkel (CDU) menschenverachtendes Verhalten vorgeworfen wird. Ärzte kritisierten die Versorgung vor Ort und warnten zudem vor Gesundheitsschäden der Flüchtlinge.

Am Sonntagabend haben die Flüchtlinge freiwillig das Dach verlassen. Es gibt bislang keinen Hinweis darauf, dass ihren Forderungen nach einer erneuten Überprüfung ihres Asylantrags nachgegangen wurde. Nach dem strapaziösen Aufenthalt auf dem Hosteldach kommen einige von ihnen vorerst in der Gemeinde der Heilig-Kreuz-Kirche in Kreuzberg unter. Unterstützer_innen der Flüchtlinge haben für den heutigen Montagabend, 18 Uhr, zu einer Demonstration in der Gürtelstraße aufgerufen. Damit wollen sie vor allem das Verhalten des Senates gegenüber den Asylbewerber_innen anprangern.

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