Einzige japanische Militärbasis in Dschibuti

Einzige japanische Militärbasis in Dschibuti

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Diese Militärbasis in Dschibuti ist ein historisches Moment, da es die erste und einzige Basis außerhalb des Landes ist und zudem die Erste in Afrika. AsienSpiegel zitiert den Offizier der japanischen Marine Keizo Kitagawa, der die Gründung so erklärt: „Die Armee soll gegen die Piraterie kämpfen, und japanische Waren eigenständig verteidigen.“

Dschibuti schien also als einer der stabilsten Staaten in der Umgebung. Tatsächlich ist das somalische Hoheitsgewässer, das als einer der wichtigsten und größten Seewege der Welt gilt, mit Piraten bestückt. Seit mehr als 20 Jahren befindet sich Somalia in einer politisch unruhigen Lage. Auch im Jemen ist man derzeit der Anarchie ausgeliefert und betrachtet man die Sicherheitslage im stark militarisierten Eritrea, scheint die Entscheidung der Japaner zugunsten Dschibutis sinnvoll.

Tokio entschied sich neben den Franzosen und den USA einen 12 Hektar großen Stützpunkt in der Nähe des internationalen Flughafen Dschibutis zu errichten. Das kleine Land liegt in einem strategisch wertvollen Gebiet: an der Spitze der Meerenge Bab-el-Mandeb, die das Rote Meer und den Indischen Ozean trennt. Laut Adrien Hart, vom Internetportal SlateAfrique, werden ungefähr 3 Millionen Barrel Öl pro Tag durch diese Meerenge transportiert. Wenn die Meerenge Bab-el-Mandeb geschlossen wäre, hätten Schiffe und Öltanker keine andere Wahl als um den ganzen Kontinent herum zu fahren, da nicht alle Zugang zum Suez Kanal besitzen.

Es wird der japanische Regimentsstab untergebracht, sowie ein Hangar und ein Schlafsaal. Damit will Japan seine Stellung bei der Beobachtung der somalischen Küste stärken, und somit weiter im Kampf gegen den Al-Qaida Terrorismus mitwirken. Denn bereits zum zweiten Mal wurde die Meerenge attackiert. Außerdem hofft Japan damit auf die Unterstützung der afrikanischen Länder, um den UN-Sicherheitsrat zu reformieren, und sich so eine permanente Stelle zu sichern.


Faduma Abukar, 08.06.11

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