Esther Mbabazi ist Ruandas erste Pilotin

Esther Mbabazi ist Ruandas erste Pilotin

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(Symbolbild) Foto: Afrika Medien Zentrum/ Ronja Sommerfeld

Esther Mbabazi ist mit ihren 26 Jahren Ruandas erste Frau, die als Pilotin Passagiere befördern darf. In einem Bereich, der bisher ausschließlich von Männern dominiert wird, hatte Mbabazi schon mehrfach mit Vorurteilen zu kämpfen. Den Spaß an ihrer Arbeit verlor sie dadurch nicht.

Esther Mbabazi, Tochter einer Technikerin und eines Pastors, träumte seit frühen Kindheitstagen davon, Pilotin zu werden. Mit 24 Jahren ging dieser Wunsch in Erfüllung, als sie ihre erste Maschine der Fluggesellschaft RwandAir bestieg. Heute, zwei Jahre später, ist sie eine routinierte Pilotin und übt ihren Job noch immer mit der gleichen Leidenschaft aus. Ihre Ausbildung begann Mbabazi in Uganda und vollendete sie mithilfe von Fördermitteln in Miami, Florida. Für manch jemanden ist schwer verständlich, wie jemand, dessen Vater bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, sich für diesen Beruf entscheiden konnte. Doch eben daher rührt Mbabazis Motivation und oberste Priorität, ihre Passagiere sicher ans Ziel zu bringen. Ihre Mutter, die selbst eher eine Ausnahme in ihrem Beruf als Technikerin ist, hat sie auf diesem Weg stets unterstützt.

Im Interview mit CNN erzählt die junge Pilotin von ihren Erfahrungen als erste Frau Ruandas in diesem Bereich. Esther Mbabazi glaubt, sie würde im Falle eines Unfalls – anders als ihre männlichen Kollegen – mit großer Sicherheit erwähnt und kritisiert. Außerdem erzählt sie von einem Erlebnis mit einem Mann, der sich weigerte, das Flugzeug zu besteigen, als er vom Geschlecht der Pilotin erfuhr. An Vorfälle wie diesen hat Mbabazi sich mittlerweile gewöhnt. Solange sie ihre Arbeit gut und gerne macht, werfen sie solche Meinungen anderer nicht aus dem Konzept. Mbabazis Antwort darauf ist: Die Zeiten haben sich geändert. Frauen arbeiten. Jeder habe das Gehirn etwas zu schaffen und dabei seien Bizeps oder Energie nicht entscheidend. Die Pilotin ist sich sicher, dass sich in Zukunft die Situation der Frau in dieser Branche bessern wird – wie es auch schon in anderen Berufen geschehen ist. Esther Mbabazi wird hierbei mit Sicherheit als Vorbild für kommende Generationen von ruandischen Frauen dienen.

Antonia Below

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