Film: Toussaint Louverture

Film: Toussaint Louverture

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Foto: Day Three, 2009. Colour study, Curzon Soho von anthony lui/ flickr, CC BY-SA 2.0

Der dreistündige Film – ja ziemlich lang –  erzählt die Lebensgeschichte eines Mannes, der als Sklave aufwuchs, zum französischen Offizier avancierte und gegen Sklaverei und für die Unabhängigkeit Haitis kämpfte – General Toussaint Louverture. Der Originalfilm ist eigentlich ein Zweiteiler, der im französischen Fernsehen gezeigt und für ein breites Publikum gemacht wurde. Das ist wohl auch der Grund, warum eine Liebesgeschichte einbezogen, Gewalt an Sklaven jedoch überhaupt nicht gezeigt und thematisiert wird. Trotz dessen, schildert der Film die Geschichte Louvertures sehr authentisch und ehrlich. Der Zuschauer fühlt mit, da Louverture seine eigene Geschichte rückblickend erzählt und sie für uns noch einmal erlebt. Dies geschieht in einer Zelle, in der er gefangen gehalten wird. Um das Ganze noch dramatischer zu gestalten, ist Louvertures gesundheitlicher Zustand sehr schlecht, doch trotzt seiner Verfassung wirkt er noch immer stolz. Der Zuschauer sieht die verschiedenen Lebensabschnitte von Louverture, jedoch ist es manchmal verwirrend warum er gerade für die spanische Seite und im nächsten Moment für die französische kämpft. Daher würde ich empfehlen, sich vorher mit der haitianischen Geschichte kurz zu befassen, um den Film auch voll und ganz nachvollziehen zu können. Zudem denk ich, dass es eher für Erwachsene bzw. Schüler im Abiturjahrgang geeignet ist. Trotzdem ist es ein ausdrucksstarker Film, welcher den Charakter Toussaint Louverture in seiner vollen Komplexität widergibt und seinen Kampf für die Freiheit eindrucksvoll zeigt.

Fazit: Sehenswert !

Justine Fiebig

Foto: Day Three, 2009. Colour study, Curzon Soho von anthony lui/ flickr, CC BY-SA 2.0

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