Gutes neues Jahr?

Gutes neues Jahr?

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LoNam startet nach einer Winterpause wieder mit neuem Schwung. An der Februar-Ausgabe wird eifrig gewerkelt, und die Dezember-Ausgabe, die sich im Titelthema mit den zahlreichen Wahlen beschäftigt, die den Jahreswechsel begleiteten, ist aktueller denn je.

Was wird das neue Jahr dem afrikanischen Kontinent bringen, fragen auch wir uns an dieser Stelle. Die Wirtschaftsprognosen für verschiedene Länder sehen zumindest gar nicht schlecht aus. (Mehr dazu in der kommenden Ausgabe) Und die Warnungen der Vereinten Nationen vor einem Ernährungsnotstand scheinen sich nicht zu bewahrheiten. Laut einer neuen Analyse der Welternährungsorganisation (FAO) gebe es weltweit genügend Nahrungsmittel, und für die Vorratsspeicher geht die FAO für 2020/2021 sogar von einem Rekordhoch von 927 Millionen Tonnen Getreide aus.

Allerdings wird nun auch auf dem Kontinent vor einer zweiten Pandemie-Welle gewarnt. Werden die Länder sie wiederum abfangen können?
Außerdem machen neu aufgebrochene Konflikte nicht nur den internationalen Beobachter*innen Kopfzerbrechen. Vor allem die Bevölkerungen leiden und werden in manchen Regionen gar zur Flucht gezwungen. Nach Westsahara und Äthiopien brachte die Wahl in der Zentralafrikanischen Republik nun den nächsten Schwelbrand zum Überspringen. So flüchteten am Wochenende zahlreiche Bewohner*innen aus der für Diamantenvorkommen bekannten Stadt Bangassou in der Zentralafrikanischen Republik über die nahegelegene Grenze zur DR Kongo, nachdem ihre Stadt von Rebellen eingenommen wurde. Schon bevor die ZAR ihre Wahlen am 27. Dezember trotz heftiger Aufstände durchführte, hatten sich verschiedene Rebellengruppen zusammengeschlossen. Dass nun am Montag das Ergebnis, nämlich die Wiederwahl des Präsidenten Faustin Archange Touadéra, verkündet wurde, lässt den Konflikt kaum versiegen…

Auf jeden Fall gibt es, wie immer, viel zu berichten. Wir werden uns auch 2021 bemühen, Ihnen möglichst viele Facetten der Geschehnisse auf dem Kontinent nahezubringen. Und auch die Diaspora bleibt uns im Blick, denn gerade hier tut sich nicht erst seit BLM eine Menge: Aus der Diaspora kamen in den vergangenen Monaten bemerkenswerte Veröffentlichungen, die wir für Sie näher angeschaut haben…

Julia Bittermann