"Ich habe jeden Tag Angst, verhaftet zu werden"

"Ich habe jeden Tag Angst, verhaftet zu werden"

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Die Zuhörer im Robert Havemann Saal waren teils Afrikaner, teils Deutsche. Viele von ihnen nickten zustimmend, als der Simbabwer Golden Maunganidze von der Lage in seinem Land erzählte. Schon öfter sei sein Büro durchsucht worden, meistens nahm die Diebe nur Speicherkarten in Beschlag. Die Initiative „Reporter ohne Grenzen“ führte Simbabwe im vergangen Jahr an 123. Stelle von 178 Plätzen.

Doch die eingeschränkte Pressefreiheit ist nicht das einzige Problem in dem südafrikanischen Land. Laut Maunganidze haben von rund 11 Millionen Einwohnern nur maximal 1,5 Millionen jeden Tag Zugang zum Internet. Selbst von den Parlamentsmitglieder nutzen nur knapp zehn Prozent das World Wide Web. Zudem sind die Internetkosten immens hoch. Bis zu 150 Dollar pro Monat kann ein Zugang kosten.

Eine Revolution ist nicht in Sicht

Revolutionen, wie zuletzt in der arabischen Welt, die durch Neue Medien, wie Facebook, ausgelöst werden, seien daher in Simbabwe schwer, so Golden Maunganidze.

Die Verbreitung der Neuen Medien und eine Revolution können also nur im Gleichschritt mit der Freiheit der Presse geschehen.

B.R. 4.08.11

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