Durchbruch für junge Innovationen aus Afrika

Durchbruch für junge Innovationen aus Afrika

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Am 8. November wurden die Siegerinnen und Sieger der internationalen „Falling Walls Young Innovators competition‘ 2014 bekanntgegeben. Unter den hunderten wissenschaftsbegeisterten Jugendlichen, die daran teilnahmen, gab es drei glückliche Gewinner_innen – darunter zwei mit afrikanischer Staatsangehörigkeit.

Die Berliner Mauer, Foto: Afrika Medien Zentrum/ RoSo

Die Falling Walls Young Innovators competition ist ein Wettbewerb, bei dem sich seit 2011 jährlich die besten jugendlichen Wissenschaftler_innen gegenüber stehen. Alle versuchen, sich zu beweisen und den Nutzen ihrer Erfindungen für die Bevölkerung zu verteidigen. In diesem Jahr wurden drei junge Talente in Berlin zu den glücklichen Preisträgern gekürt.

Der Deutsche Tom Bieling bekam den mit 1.000 Euro dotierten ersten Preis, für seine Erfindung mit dem Titel „Breaking the Wall of Deaf-Blind Isolation“. Diese ermöglicht es Taubstummen, mit anderen Personen zu kommunizieren. Das Werk der Zweitplatzierten Nermeen Youssef soll mithilfe von Blaulicht die Fettzellen des Körpers dazu bringen, Insulin auszuschütten. Damit müssten sich Diabetiker des Typs 1 keine Insulinspritzen mehr setzen. Für diese Erfindung erhielt die Ägypterin 750 Euro. Der Südafrikaner Dyllon Garth Randall schließlich überzeugte die Jury mit seiner Technologie zur Aufbereitung von Abwasser. Sie erlaubt, Salze daraus zu gewinnen, die sich verkaufen lassen. So sicherte sich Randall den mit 500 Euro dotierten dritten Platz.

Gegen hunderte weitere Teilnehmende aus 34 verschiedenen Ländern konnten sich diese drei durchsetzen. Umso bemerkenswerter ist es, dass zwei von ihnen aus Afrika stammen. Eine Absage mehr an das Vorurteil der ‚unzivilisierten, faulen Afrikaner‘.

Stephanie Tiekwe Kuimo

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