Mau Mau Kenianer dürfen Großbritanniens Regierung anklagen

Mau Mau Kenianer dürfen Großbritanniens Regierung anklagen

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In dem sogenannten kenianischen Mau Mau Krieg in den 1950´er Jahren kämpfte die antikolonialistische Unabhängigkeitsbewegung Kenias gegen die Kolonialmacht Großbritannien. Während dieser Auseinandersetzungen soll es unzählige Fälle von Folter seitens der kolonialen Authoritäten gegeben haben.

Das höchste Gericht Kenias sprach einer Gruppe von damals Geschädigten zu, ihre Vorwürfe zur Anklage zu bringen. Laut des kenianischen Richters Mr. Justice McCombe hätten die Opfer durchaus ein Recht eine Entschädigung zu verlangen. Es wäre „unehrenhaft“ diesen Prozess zu stopppen, sagte der Richter der BBC. Einige Minister der britischen Regierung verwiesen darauf, dass die heutige Regierung nicht für mögliche Versagen oder Verbrechen der britischen Kolonialadministration haftbar gemacht werden könnte.

Ndiku Mutwiwa Mutua, Paulo Muoka Nzili, Wambugu Wa Nyingi und Jane Muthoni Mara, die vier anklagenden Kenianer, beschuldigten die ehemaligen Minister Großbritanniens den systematischen Missbrauch in speziellen Camps zugestimmt zu haben.

Richter McCombe gibt der britischen Regierung bis zum Herbst diesen Jahres Zeit eine Verteidigung zu präsentieren oder weitere Argumente vorzulegen warum dieser Fall zu alt für eine Verhandlung wäre.

G.S. 22.07.2011

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