Migranten kämpfen um ihre Daseinsberechtigung

Migranten kämpfen um ihre Daseinsberechtigung

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Polizei mit Schutzschildern und Schlagstöcken drängten die Masse in die Enge. Flüchtlinge wurden gezwungen über 4 Meter hohe Balkons zu springen, um der gewaltbereiten Polizei zu entkommen.

Lampedusa, eine begehrte Insel für Flüchtlinge aus den afrikanischen Ländern Tunesien und Libyen. Ihre perfekte Lage zwischen Sizilien und dem afrikanischen Festland, bot  Migranten die Möglichkeit mit dem Schiff rüberzugelangen.

In den letzten Tagen gab es immer größere Spannungen auf der kleinen italienischen Insel. Mehr als 1000 Tunesen sollen  zurück in ihr Land geschickt werden. Als Reaktion darauf, gingen mehrere Proteste los. Migranten, die eine Abschiebung nicht akzeptieren wollen, setzten Matratzen vor den Sammellagern in Flammen. Drei weitere Gebäude hatte man ebenfalls zerstört und gegen Sicherheitsbeamte Steine geworfen. Ein Tag später blieben die Proteste nicht aus. Heute Morgen versammelten sich weiterhin Demonstranten, die mit lauter Stimme „Freiheit, Freiheit“ riefen.

Lampedusas Bürgermeister, Bernardino De Rubeis begann die italienische Regierung dafür zu kritisieren, dass die Insel mit ihrem Chaos alleine steht. Dabei rief er Helikopter und Schiffe auf, die Migranten von Lampedusa  abtransportieren sollen. Hilfe konnte er bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erreichen.

 

F.N 22.09.2011

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