Präsidentschaftswahlen in der Demokratischen Republik Kongo

Präsidentschaftswahlen in der Demokratischen Republik Kongo

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Bereits am Samstag hatte es bei der Ankunft der zwei Top-Kandidaten – Amtsinhaber Joseph Kabila, 40, und Herausforderer Etienne Tshisekedi, 78, – am Flughafen von Kinshasa gewalttätige Konfrontationen zwischen Tshisekedi-Anhängern und der Polizei gegeben. Dabei habe letztere laut Radio Netherlands International Tränengas, Wasserwerfer sowie scharfe Munition eingesetzt. Rfi berichtet von bis zu acht Toten.

In der Folge wurden alle noch geplanten Veranstaltungen zum Abschluss des Wahlkampfs aus Sicherheitsgründen untersagt. Daniel Ngoy Mulunda, Chef der nationalen Wahlkommission, versicherte, man könne „zu 99 Prozent“ für den geregelten Ablauf der Wahlen garantieren.

Die Wahlbeobachter der Southern African Development Community befürchteten hingegen, einige Wahllokale könnten dem Wähleransturm eventuell nicht gewachsen sein und dass es während der Stimmenauszählung zu neuer Gewalt kommen könnte, wie sie gegenüber rfi sagten.

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon rief derweil die Regierung auf, den friedlichen Fortgang der Wahlen zu gewährleisten. Wahlbeobachter der Europäischen Union kritisierten das harsche Vorgehen der Polizei gegen Oppositionsanhänger.

Bei den rfi zufolge am Montag mit einiger Verspätung angelaufenen Wahlen treten neben Präsident Kabila, der der PPRD angehört, 10 weitere Kandidaten an. Es werde eine Wiederwahl des seit 2001 amtierenden Kabila erwartet; die Opposition sei zu gespalten, um zu gewinnen. Mit einem provisorischen Ergebnis rechne man am 6. Dezember.

 

N.W. 28.Nov.2011

 

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